Polizeibeamte bespuckt und getreten

von Redaktion

Osterfesttage fordern Einsatzkräfte in Rosenheim – Vielfach Alkohol im Spiel

Rosenheim – Mehrere Male wurde an den Osterfesttagen in Rosenheim von Betrunkenen Widerstand gegen die Polizei geleistet. So ging am vergangenen Gründonnerstag gegen 23 Uhr bei der Polizei Rosenheim eine Mitteilung über mehrere, betrunkene Männer an einer Rosenheimer Tankstelle ein, die sich „ungebührlich und lautstark“ verhalten sollen. Die hinzugezogene Polizeistreife stellte beim Eintreffen bereits mehrere geleerte Bierflaschen fest und forderte die Männer im Verlauf des Gesprächs auf diese wegzuräumen, um die Örtlichkeit sauber zu hinterlassen.

Litanei an
Beleidigungen

Doch anstatt der Aufforderung nachzugehen, um sich weiteren Ärger zu ersparen, tat sich ein 51-jähriger Rosenheimer hervor, der sich damit nicht einverstanden zeigte. Er belegte die Polizeistreife verbal mit einer Litanei an Beleidigungen, bedrohte sie zudem noch mit dem Umbringen und entgegnete ihnen, dass er „auf sie scheiße.“ Nachdem der Mann augenscheinlich so alkoholisiert war und sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte, sollte er durch die Beamten in Gewahrsam genommen werden. Daraufhin ging der Mann auf die Beamten los, versuchte diese zu schubsen und nach ihnen zu schlagen, weshalb ihm Handfesseln angelegt und er zur Inspektion Rosenheim verbracht wurde. Bei der Verbringung in die Gewahrsamszelle leistete er erneut Widerstand und trat nach den Beamten und beleidigte diese fortlaufend. Es wurde noch eine Blutentnahme durchgeführt, ehe er seinen Rausch in der Zelle ausschlafen konnte.

Der Mann muss sich nun wegen tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung verantworten, während seine Freunde vor Ort die Bierflaschen entsorgten und den Platz sauber verließen.

Eine betrunkene Dame beschäftigte die Polizei am Karsamstag gegen 22.25 Uhr in der Bahnhofstraße. Der Rettungsdienst bat eine Polizeistreife um Unterstützung. Die Frau hatte in einem dortigen Restaurant bereits erbrochen und sollte aufgrund ihrer Alkoholisierung durch die Polizeibeamten in Gewahrsam genommen werden.

Im Dienstwagen auf dem Weg zur Inspektion zeigte sich die erst kürzlich zugezogene, 37-jährige Brasilianerin den Beamten gegenüber äußerst despektierlich und spuckte einem Beamten unvermittelt ins Gesicht und auf die Kleidung, weshalb ihr Handfesseln angelegt wurden. Beim Verbringen in die Zelle trat sie zudem nach den Beamten. Ein Atemalkoholtest bei der Dame ergab einen Wert von knapp 1,2 Promille.

Die Frau erwartet nun ebenfalls eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und versuchter Körperverletzung. Am Ostersonntag gegen 1 Uhr geriet ein Geschwistertrio außer Rand und Band. Ein 18-jähriger Kolbermoorer wurde aufgrund seiner Alkoholisierung aus einem dortigen Lokal geworfen.

Der Besucher zeigte sich so aggressiv, dass dieser weiterhin durch die Türsteher am Boden fixiert werden musste. Exakt in diesem Moment fuhr zufällig eine Polizeistreife vorbei, ließ sich die Situation kurz erklären und übernahm den volltrunkenen, aggressiven Besucher. Nachdem er sich nach wie vor nicht beruhigen ließ, mussten dem jungen Mann Handfesseln angelegt werden. Der 18-Jährige war in Begleitung seines zwei Jahre älteren Bruders, der ihm zu Hilfe eilte und dabei auf die Polizeibeamten losging. Auch sein Bruder wurde daraufhin durch die Beamten zu Boden gebracht und mittels Handfesseln fixiert. Der jüngere Bruder beleidigte und bedrohte die Beamten und versuchte zudem einen Beamten mittels einer „Kopfnuss“ zu verletzen. Nun mischte sich noch die 18-jährige Schwester ein, da diese sich mit dem Gewahrsam ihrer beiden Brüder nicht einverstanden zeigte und versuchte die Beamten wegzuziehen und auch nach ihnen zu treten. Die Brüder wurden in Gewahrsam genommen, während sich die jüngere Schwester wieder beruhigen konnte.

Hohe
Promillewerte

Ein durchgeführter Atemalkoholtest bei den Brüdern ergab jeweils einen Wert von 1,3 und knapp zwei Promille. Das Geschwister-Trio erwarten nun unter anderem Anzeigen wegen tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Der Vorfall wurde durch die dortige innerstädtische Videoüberwachung aufgenommen und dokumentiert. Alle Widerstandshandlungen wurden mittels Bodycam durch die Beamten aufgezeichnet.

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