Noch nichts erreicht

von Redaktion

Man konnte förmlich Fanfaren hören: Bayern, Tirol und Südtirol schimpfen nicht mehr länger übereinander. Sie reden vielmehr miteinander. Und ziehen zusammen an einem Strang: Eine Slot-Lösung für Lkw soll her, für flüssigen Güterverkehr. Und das ist in der Tat eine schöne Nachricht.

Mehr ist es aber noch nicht. Bei aller öffentlich gezeigten Eintracht, bei allem guten Willen stehen zwischen den Blechlawinen der Gegenwart und einer Lösung für den Brenner-Transit der Zukunft viele Probleme und offene Fragen. Zum Beispiel in Sachen Infrastruktur: Wo im Inntal, wo in der Region Rosenheim könnten die Parkplätze entstehen, auf denen Trucker warten können, bis sich ihr Zeitfenster öffnet? Wie schafft man Rechtssicherheit? Kann man ausschließen, dass sich Geschäftemacher möglichst viele Slots sichern, um sie dann zu verscherbeln?

Das größte Problem ist aber die Abhängigkeit von den nationalen Regierungen. Auf sie gilt es Druck und noch mehr Druck auszuüben, soll aus der Absichtserklärung ein echtes Konzept für den Verkehr werden. Sonst ist für die Menschen im Inntal und weiter an der Brenner-Strecke keine Besserung in Sicht. Allen Fanfaren zum Trotz.

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