Rosenheim/Happing/Brannenburg – Die Bundespolizei hat am vergangenen Mittwoch den Zugverkehr zwischen Rosenheim und Kufstein zeitweise komplett einstellen lassen. Die Bahnstrecke wurde abgesucht. Der Grund: spielende Kinder auf den Gleisen auf Höhe Happing. Nur eine Woche zuvor hatten Kinder auf demselben Streckenabschnitt den Zugfahrplan durcheinandergebracht und bei Brannenburg für einen Polizeieinsatz gesorgt.
Bei Happing konnten die alarmierten Beamten vier Kinder in der Nähe der Bahnanlagen finden. Sie erklärten, dass sie gedacht hätten, genügend Abstand zu den Schienen gelassen zu haben. Die Bahnstrecke war während des Polizeieinsatzes für etwa eine halbe Stunde gesperrt. Auch die vorangegangene Absuche der Gleise durch die Bundespolizei im Bereich Brannenburg brachte eine rund halbstündige Streckensperrung mit sich. Zudem war der Bahnbetrieb für die Dauer von knapp zwei Stunden eingeschränkt.
Steine auf Schienen gelegt
Beim Eintreffen der Bundespolizisten in der Nähe des Brannenburger Bahnhofs bemerkten diese, wie zwei Buben in ein angrenzendes Grundstück davonlaufen wollten. Ob sie oder noch weitere Minderjährige für die ganz in der Nähe auf einer Länge von rund zehn Metern auf die Schienen aufgelegten Steine verantwortlich waren, ließ sich nicht mehr zweifelsfrei feststellen.
Die Bundespolizei hat wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr die Ermittlungen aufgenommen. Beide Streckenabsuchen sorgten bei rund 20 Zügen für Verspätungen von annähernd 400 Minuten. Ein Zug konnte seine Fahrt überhaupt nicht mehr fortsetzen.
Die Bundespolizei betont, dass Kinder, die Gleisanlagen zu ihrem Spielplatz machen, sich in höchster Lebensgefahr befinden. Auch das Spielen unmittelbar neben den Gleisen sei nichts anderes als ein Spiel mit dem eigenen Leben.