Braunbär im Kreis Rosenheim bestätigt

von Redaktion

Trittspuren im Schnee dokumentiert

Rosenheim/Miesbach – Seit gestern ist es offiziell: Kurz vor 19 Uhr verschickte das Landesamt für Umwelt eine Mitteilung, wonach am Wochenende im Landkreis Rosenheim sowie im Kreis Miesbach im Grenzgebiet zu Österreich Trittspuren im Schnee dokumentiert wurden. Das Landesamt hat die Spuren ausgewertet und bestätigt, dass sie von einem Braunbären stammen. Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern seien informiert. Woher das Tier stammt und ob es schon anderswo in Erscheinung getreten ist, ist unklar. Eine Individualisierung ist aufgrund von Trittspuren nicht möglich.

Im Oktober 2022 tappte allerdings ein Bär in der Nähe von Brandenberg (Tirol), rund zehn Kilometer vom Landkreis Rosenheim entfernt, in eine Fotofalle. In Tirol gab es weitere Sichtungen. So riss ein Bär Schafe und Ziegen nahe Kufstein. Nun scheint der Winterschlaf vorbei: Mitte März erfasste bei Brandenberg erneut eine Wildkamera einen Bären (wir berichteten).

Nach Einschätzung des Landesamts handelt es sich wohl um ein junges Männchen auf der Suche nach einem Weibchen: „Es wird nicht davon ausgegangen, dass Bären sich in Bayern dauerhaft ansiedeln.“ ku

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