Tuntenhausen – Wer in den vergangenen Tagen in oder um Antersberg spaziert ist, dem wird es aufgefallen sein: Die Vögel teilen sich den Frühlingshimmel wieder mit den Segelfliegern. Nachdem in den vergangenen Monaten das Fluggerät wieder fit für den Sommer gemacht, das Bodengerät gewartet und das Theoriewissen der Piloten aufgefrischt wurde, ist der Fliegerclub Condor Antersberg in die Flugsaison 2023 gestartet.
Der Saisonbeginn steht dabei ganz im Zeichen der Modernisierung, denn der Fliegerclub hat in ein hochmodernes Ultraleichtflugzeug vom Typ Breezer 600 investiert. Dieses wird vor allem für das leise und sparsame Hochschleppen von Segelflugzeugen verwendet.
Der Schlepp ist besonders für sportliche Leistungsflüge wichtige Voraussetzung. So kann das Segelflugzeug zielgerecht an den optimalen Startpunkt für lange Streckenflüge gebracht werden. Meist führen die Schlepps in den Bereich um den Wendelstein, der nach nur knapp 15 Minuten erreicht ist. In den Bergen werden Aufwinde deutlich früher ausgelöst, sodass früh mit dem Flug begonnen werden kann. Die Cracks fliegen dann mehrere Hundert Kilometer durch die Alpen oder über das Alpenvorland.
Die Antersberger Segelflieger sind bei gutem Wetter wieder an jedem Samstag und Sonntag auf dem Flugplatz. Die ambitioniertesten Leistungspiloten nutzten die schönen Frühlingstage bereits zum „Warmfliegen“, um bei den ersten guten Wetterlagen weite Strecken zu absolvieren und wieder vordere Plätze in der deutschen Online-Streckenwertung zu erreichen. Alle Flüge für die deutsche Streckenflug-Meisterschaft sind aktuell unter www.FC-Condor-Antersberg.de zu verfolgen. Auch heuer legen die Antersberger Segelflieger wieder großen Fokus auf die Nachwuchsarbeit und bieten Interessierten jeden Alters einen Schnupperkurs an, bei dem für 110 Euro zehn Starts an der Winde mit einem Fluglehrer in die Luft durchgeführt werden. Die Segelflugausbildung ist bereits ab 14 Jahren möglich.