Wohnhaus in Vollbrand: Fünf Verletzte

von Redaktion

Um 2.20 Uhr früh ging in der Integrierten Leitstelle der Notruf ein, dass ein Haus in Großkarolinenfeld in Flammen steht. Kurze Zeit später traf die Feuerwehr ein und fand das Haus in Vollbrand vor. Die Wohnungen sind nicht mehr nutzbar, der Schaden enorm.

Großkarolinenfeld – Mehr als 80 Helfer waren in den frühen Morgenstunden am Freitag, den 21. April, damit beschäftigt, den Brand einer Garage und des angrenzenden Wohnhauses in der Marienberger Straße unter Kontrolle zu bringen.

„Innerhalb von 15 Minuten war die Feuerwehr am Brandort”, sagte Bürgermeister Bernd Fessler gegenüber dem OVB. „Und das trotz der Uhrzeit”. Beteiligt waren neben der freiwilligen Feuerwehr aus Großkarolinenfeld noch die Wehren aus Kolbermoor und Westerndorf.

Nachbargebäude
in Gefahr

„Beim Eintreffen haben wir uns einen Überblick verschafft und gesehen, dass der hintere Bereich des Gebäudes bereits in Vollbrand stand”, sagt Andreas Gartmaier, Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Großkarolinenfeld. „Auch Teile des Nachbargebäudes, das war so eine Art Holzanbau, standen schon in Flammen und haben gedroht, auch auf das Hauptgebäude überzugreifen.”

Somit war es die erste Aufgabe der Feuerwehren, eine Ausbreitung des Brandes auf das Nachbargebäude zu verhindern, um noch größeren Schaden vermeiden zu können. „Erst danach haben wir uns auf die Brandbekämpfung des eigentlichen Hauses konzentriert”, so Gartmaier. Zwei Nachbarhäuser waren ebenfalls in Gefahr, die Bewohner der Häuser mussten ihre Wohnungen vorübergehend verlassen.

Kurz vor 4 Uhr morgens waren die Löscharbeiten abgeschlossen. Der Schaden, der an der Garage und dem Wohnhaus entstand, wird nach ersten Meinungen auf etwa 500000 Euro geschätzt.

Beamte der Polizeiinspektion Bad Aibling und des Kriminaldauerdienstes der Kriminalinspektion Rosenheim nahmen noch in der Nacht die ersten Ermittlungen auf. Im Laufe des Tages fanden weitere Untersuchungen durch die Ermittler auf der Suche nach der Brandursache statt. Mit Ergebnissen rechnet die Polizei im Laufe der kommenden Woche.

Durch den Brand sind die Wohnungen in dem Mehrparteienhaus nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner können derzeit nicht in das Gebäude zurück.

„Meines Wissens sind sie bei Verwandten untergebracht”, so Bürgermeister Fessler. „Ich habe mich erkundigt, ob seitens der Gemeinde Handlungsbedarf besteht.” Das wäre notwendig, wenn unmittelbar eine Obdachlosigkeit droht. „Aber das ist in diesem Fall nicht notwendig.”

Betroffene werden
untergebracht

Sollte so ein Fall eintreten, hat die Gemeinde Wohnungen, wo die Menschen kurzfristig untergebracht werden können. „Solche Wohnungen sind aber in der Regel in den Gemeinden sehr begrenzt. Meist sind dort bereits Familien untergebracht”, so Fessler.

Ansonsten versuche man, die Betroffenen in irgendwelchen freien Wohnungen unterzubringen. Theoretisch sogar in Gastronomien und Ferienwohnungen.

Nach Angaben der Polizei erlitten die fünf Bewohner des Hauses leichte Verletzungen, zwei Personen wurden zur Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. „Gott sei Dank geht es den Personen relativ gut”, weiß Andreas Gartmaier zu berichten.

„Genau heute ist die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Großkarolinenfeld”, sagt Bernd Fessler. Trotz des nächtlichen Einsatzes soll die Versammlung aber trotzdem abgehalten werden.

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