Wasserburg – Die Stimmung in der Romed Klinik Wasserburg hat sich wieder gebessert: Das hat Romed erst vor wenigen Tagen gegenüber den OVB Heimatzeitungen bestätigt. Es soll sogar Fachkräfte geben, die gekündigt hätten und jetzt wieder zurückkehren wollen.
Doch anscheinend will im neuen Krankenhaus keine Ruhe einkehren: Denn aus gut unterrichteten Kreisen hat die Redaktion erfahren, dass dem Kaufmännischen Leiter der Romed Klinik Wasserburg, Christof Maaßen, gekündigt worden sein soll. Die Gründe dafür sind bisher ungeklärt. Auf Anfrage erklärt die Romed Klinik, dass sie aufgrund der Vorgaben des Datenschutzes hierzu keine Stellung nehmen können. Auch Christof Maaßen, der seit Oktober 2017 als Kaufmännischer Leiter in der Romed-Klinik in Wasserburg ist, wollte sich zu dem Sachverhalt nicht äußern.
Nachdem sich im Februar die Kündigungen des Personals häuften – unter anderem ging eine beliebte Medizinerin, die für die kinderärztliche Versorgung in Wasserburg eingeplant war – verließ dann auch noch die Chefärztin der Geburtshilfe die Romed-Klinik Wasserburg. Die Klinik erklärte, dass es zu „Unstimmigkeiten“ aufgrund des Führungsstils und Meinungsverschiedenheiten bei medizinischen Entscheidungen gekommen sei.
Auch die Krankenhausreform, die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf die Wege gebracht wurde, sorgte für Unruhe. Denn laut den anfänglichen Vorschlägen der Expertenkommission dürfte eine Klinik wie jene in Wasserburg einige im Neubau etablierte Leistungen gar nicht anbieten. Die CSU Wasserburg sprach von einer „Katastrophe“, doch Dr. Jens Deerberg-Wittram, Geschäftsführer des RoMed-Verbunds mit Sitz in Rosenheim, zeigte sich nach der ersten Aufregung gelassen. RoMed Wasserburg sei ein leistungsstarkes Regionalkrankenhaus. „Wir sind kein 0815-Krankenhaus, wir haben einen klaren Versorgungsauftrag für den nördlichen Landkreis“, betonte er.
Dennoch scheinen die Wogen vorerst nicht geglättet, auch wenn die Klinik dies jüngst erst bekräftigte. Intern gibt es anscheinend noch einige Unstimmigkeiten, ansonsten wäre Christof Maaßen wohl nicht gekündigt worden. Anna Leitner