Karstadt-Mitarbeiter für die Verwaltung: Ausschuss blockt AfD

von Redaktion

Landkreis hat rechtliche Vorbehalte gegen Service-Initiative

Rosenheim – Die Rettung des zeitweilig von der Insolvenz bedrohten Kaufhauses Karstadt Galeria Kaufhof in Rosenheim ist zwar perfekt, dennoch spielte sie in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses noch eine Rolle. Die AfD-Fraktion scheiterte mit dem Vorstoß, dass sich der Landkreis für den Fall der Kaufhaus-Pleite gezielt um die Gewinnung von Karstadt-Beschäftigten bemüht.

„Das ist rechtlich bedenklich.“ Auf diesen kurzen Nenner brachte Landrat Otto Lederer (CSU) seine ablehnende Haltung, der sich das Gremium gegen die Stimmen der Antragstellerin einstimmig anschloss. Die AfD hatte eine „Service-Initiative“ vorgeschlagen und einem solchen Handeln mehrere positive Gesichtspunkte abgewonnen.

Beschäftigte mit Einzelhandelsbezug wären „kunden- und bürgerorientierte Mitarbeitende“ für das Landratsamt, welches auf diese Weise offene Stellen besetzen könnte. Sie könnten „frischen Wind“ in die Verwaltung bringen, glaubte die AfD. Gleichzeitig verwies die Fraktion darauf, dass man auf diese Weise auch die Arbeitslosenversicherung entlasten könnte.

Die Landkreisverwaltung hatte in ihrer ablehnenden Stellungnahme darauf hingewiesen, dass es einer solchen Initiative nicht bedürfe. Offene Stellen im Landratsamt würden in der Regel so ausgeschrieben, dass sich auch externe Bewerber melden könnten.

Eine generelle Berücksichtigung von Mitarbeitern einzelner Firmen ohne Betrachtung der entsprechenden Anforderungskriterien für eine Stelle sei aber mit einer „fairen und transparenten Personalwirtschaft“ nicht zu vereinen.tt

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