Ruf nach mehr Rücksichtnahme auf bayerische Strukturen

von Redaktion

„Tag der Landwirtschaft“ im Rosenheimer Ballhaus – Ministerin Michaela Kaniber geißelt Verordnungen aus Brüssel und Berlin

Rosenheim – Sorgen und Nöte, aber auch Leistungen und Chancen der heimischen Landwirtschaft sowie die Wertschätzung für die erzeugten Lebensmittel standen im Mittelpunkt eines „Tages der Landwirtschaft“ und eines hochwertig besetzten Podiumsgesprächs, zu dem die meine Volksbank Raiffeisenbank eG nach Rosenheim eingeladen hatte. Das Ballhaus in Rosenheim war voll besetzt mit Vertretern aus den Reihen von Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik als der Vertriebsvorstand der Bank, Roland Seidl, in seiner Begrüßung auf die 140-jährige Genossenschaftstradition seiner Bank und auf die stete Verbundenheit seines Hauses mit der Landwirtschaft einging. „Genossenschaftliche Prinzipien und Lösungen für die Heimat zu finden, standen und stehen bei uns im Vordergrund und so gilt es gerade nach Corona die Regionalität weiter zu stärken“, so Seidl. Im Anschluss sprach die aus Berlin angereiste bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber „von ihren Sorgenfalten auf der Stirn“: „Die Gründe hierfür sind die Transformation der Wirtschaft weg von Deutschland und die vielen Verordnungen aus Brüssel und Berlin. Hierauf müssen wir als bayerische Staatsregierung mit einer klaren Analyse der Faktenlage und mit gescheiten Konzepten reagieren und mehr auf Freiwilligkeit setzen sowie auf die besonderen bayerischen Strukturen in Landschaft und Landwirtschaft Rücksicht nehmen“. An der von Norbert Haimerl, Geschäftsführer des Regionalfernsehen Oberbayern, moderierten Podiumsdiskussion beteiligten sich neben der Ministerin und dem Gastgeber noch Landesbäuerin Christine Singer („Planungslose Zeit macht ratlos“) sowie Professor Klaus Josef Lutz, vormaliger Vorstandsvorsitzender der BayWa AG und derzeitiger Präsident der IHK München und Oberbayern.

Er bezeichnete sich als „bayerischen Patrioten mit deutscher Nationalität und europäischer Gesinnung, der befürchtet, dass das positive Bild der EU und das freiheitliche Bild durch die immer mehr werdenden Regularien bedroht werden“. Bei den weiteren Gesprächen ging es immer wieder um die Wertschätzung der heimischen Lebensmittel, hierzu stellte Sebastian Friesinger als Vorsitzender der Rosenheimer Regionalvermarktung RegRo die von der VR-Bank vor fast zehn Jahren begonnene „Frisch-vom-Hof-App“ kurz vor. Dazu hieß es: „Mit dieser App werden regionale Erzeuger und Direktvermarkter mit aktualisierter Standortfunktion leicht gefunden, das ,Gutes aus der Region‘ stimmt somit für jeden Eingabeort und ist zudem kostenlos.“ Informationen unter www.vb-rb.de sowie www.frischvomhof.regro.info.hö

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