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von Redaktion

Kreisjugendring feiert bei Vollversammlung Jubiläum zur Gründung vor 75 Jahren

Rosenheim – Bei seiner Frühjahrs-Vollversammlung beging der Kreisjugendring (KJR) Rosenheim zugleich die Feier zu seinem 75. Bestehen und erhielt entsprechendes Lob. Ein Indiz für den großen Zusammenhalt innerhalb der Jugend-Organisation zeigte sich auch darin, dass über 85 Prozent der Delegierten aus dem Landkreis Rosenheim sowie dem KJR besonders verbundene Gäste der Einladung in die Bruckmühler „Kulturmühle“ gefolgt waren. Der Vorstand präsentierte Zahlen und Fakten der zurückliegenden zwölf Monate, ehrte Mitglieder und stieß bei einem Stehempfang auf das Jubiläum an.

Auf die Begrüßung durch Vorsitzende Erika Spohn folgte das Grußwort des stellvertretenden Landrats Josef Huber, der dem Rosenheimer KJR eine „gewachsene Erfolgsstory“ attestierte. Bei seinem kurzen Blick in die Geschichtschronik würdigte er den KJR als verlässlichen Partner und starken Eckpfeiler für die Landkreis-Jugendarbeit.

Für Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter ist die Jugend-Organisation der wichtige Dachverband für die angegliederten Ortsvereine. „Respekt dafür, was hier die Verantwortlichen an vorderster Stelle mit ihren nachgeordneten Bereichen ehrenamtlich leisten.“

Für den lockeren Themen-Auftakt sorgte dann ein von KJR-Vorstandsmitglied Anne Eisenhut initiiertes „Come-together-Spiel“.

Der Fischereiverein für Kinder und Jugendliche Prien wurde als neues KJR-Mitglied vorgestellt, danach gab DGB-Jugendsekretär Jakob Falkenhahn einen kurzen Überblick über die Aktivitäten der Gewerkschafts-Jugend, Region Oberbayern.

Großen Beifall erhielt der im Rahmen der schulbezogenen Jugendarbeit von Claudia Kreutzer präsentierte Trachten-Nachwuchs-Imagefilm. Diesen erstellte die Kinder- und Jugendgruppe des Kirchdorfer Trachtenvereins „D’Haunpolder“ in kompletter Eigenregie.

Bei ihrem Rückblick griff KJR-Chefin Spohn einige Aktivitäten aus dem Portfolio 2022 heraus, darunter Infos zur Jugendringarbeit, zu Maßnahmen und Aktionen der Mitgliedsverbände, Ferienangeboten sowie zu Aus- und Fortbildungsmaßnahmen und der schulbezogenen Jugendarbeit.

Matthias Seibt, Referent für Finanzwesen, trug den Delegierten die letztjährige Ein- und Ausgabensituation vor. Der ausgeglichene Jahreshaushalt wies dabei ein imposantes Gesamtvolumen von 630000 Euro aus.

Bei der „aktiven Pause“ konnten sich die Teilnehmer an „Themen-Inputs“ mit Neuigkeiten versorgen.

Thomas Unger gab anschließend einen Überblick über die aktuellen Zuschussrichtlinien, bei denen gerade auch Kinder und Jugendliche von sozialschwachen Familien eine gebührende Berücksichtigung finden. Die Delegierten waren sich nach kurzer Erörterung einig, dass das bisherige Jahresbudget von 100000 Euro mittelfristig eine deutliche Erhöhung erfahren sollte.

Schließlich stimmte das Plenum mit einer deutlichen Mehrheit einem Antrag der DGB-Jugend für das Förderprogramm „Junges Wohnen“ zu. Der KJR-Vorstand soll „als Sprachrohr“ seinen Einfluss beim Freistaat Bayern dafür einsetzen, dass künftig 50 Prozent der damit verbundenen Fördermittel für Wohnprojekte für Auszubildende verwendet werden.

Mit einem Geburtsjahrvergleich zwischen KJR, Augsburger Puppenkiste und der „Ente“, dem Citroën2CV – „alle drei haben das gleiche Geburtsjahr, 1948“ – eröffnete Spohn den kleinen Festakt zum 75. Jubiläum und streifte dabei die wichtigsten Eckpunkte in der Organisationsentwicklung. Es folgten die Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder (hierüber wird gesondert berichtet) bei einem geselligen Beisammensein mit Stehempfang.tn

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