Auszeit mit „Vulkane“

von Redaktion

Jede Woche beantworten die OVB-Heimatzeitungen samstags spannende Fragen rund um die „Vulkane“, um die sich die aktuelle Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen dreht.

Welcher Vulkan spuckte die höchste Aschewolke?

Die höchste Aschewolke mit 57 Kilometern wurde im Januar 2022 beim Ausbruch

des Unterwasservulkans Hunga Tonga-Hunga Ha’apai gemessen. Der Vulkan liegt im Südpazifik etwa 65 Kilometer vom Inselstaat Tonga entfernt. Dieser Ausbruch war ein Naturereignis der Superlative. Eine so hohe Aschewolke war zuvor noch nie bei einem anderen Vulkanausbruch beobachtet worden. Die Rauchsäule erreichte sogar die Mesosphäre, das ist die mittlere der fünf Schichten der Erdatmosphäre. Zusätzlich sorgten die ausgestoßenen Ascheteilchen für ein gigantisches Eruptionsgewitter. Ungefähr 590000 Blitze waren innerhalb von drei Tagen um den Ausbruch aufgezeichnet worden. Ebenfalls extrem war die Druckwelle der Eruption: Sie breitete sich mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1150 Kilometern pro Stunde aus und umrundete die Erde mindestens viermal in die eine und dreimal in die andere Richtung. Der Ausbruch löste zusätzlich gewaltige Tsunamis aus. Dabei richteten riesige Flutwellen katastrophale Zerstörungen auf Tonga an.

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