Seeon-Seebruck – Die Optik ließe zu wünschen übrig, es werden zu wenig Parkplätze sein und es würde der Umwelt schaden – das Vorhaben der meine Volksbank Raiffeisenbank eG ist umstritten. Die Genossenschaftsbank hat das Hotel Malerwinkel in Lambach aufgekauft und wird es um- beziehungsweise neu bauen. Der Bebauungsplan der Bank stößt auf Kritik, unter anderem bei der Bürgeraktion „Rettet den Chiemsee e.V.“ Zusammen mit einigen Bürgern aus Seebruck hat die Initiative eine Unterschriftenpetition ins Leben gerufen. Auch Marion Uber engagiert sich bei der Aktion.
Weiteres Gebäude
geplant
Im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen erklärt sie, die Initiative lehne die zusätzliche Erweiterung des aktuellen Bebauungsplans ab. „Es ist eh schon ein sehr großer Eingriff in den Uferbereich vorgesehen“, so Uber, „und das, obwohl wir uns hier in einem Landschaftsschutzgebiet befinden.“ Die Bank plane nun, ein weiteres Gebäude zu bauen. Sie befürchtet, dass dies der Natur noch mehr schaden würde. Aus diesem Grund richtet die Aktion den Appell an meine Volksbank Raiffeisenbank: Das sensible Chiemseeufer und sein Umweltgefüge sollen nicht noch weiter belastet werden, das Bauvorhaben soll im Rahmen des bestehenden Bebauungsplanes realisiert werden.
Um zu zeigen, dass man mit dieser Forderung nicht alleine steht, wurde die Unterschriftenaktion „SOS – Malerwinkel in Gefahr“ ins Leben gerufen. Am vergangenen Wochenende sind Marion Uber und weitere Mitstreiter in Chieming sowie in Seebruck unterwegs gewesen, haben Einheimische, Tagesausflügler, aber auch Urlauber über ihr Anliegen informiert und Unterschriften gesammelt. Die Resonanz sei sehr positiv, berichtet Uber. 350 Menschen haben den Appell unterschrieben. Nach diesem Ergebnis wollen Marion Uber und die Bürgerinitiative „Rettet den Chiemsee“ weiterhin Unterschriften sammeln.
Waren anfangs 500 Unterschriften geplant, wolle man aufgrund des großen Erfolgs an nur zwei Tagen nun darüber beraten, welches Limit man sich endgültig setzen wolle und wie man die Petition ausweiten könne, zum Beispiel über den digitalen Weg. Genaueres steht noch nicht fest. Am Ende will die Bürgerinitiative die Unterschriftenlisten bei der meine Volksbank Raiffeisenbank eG vorlegen. Sie hoffen auf einen persönlichen Termin, bestenfalls mit dem Vorstand, um ihrem Appell Nachdruck verleihen zu können.
Wie die meine Volksbank Raiffeisenbank auf Nachfrage erklärt, werde sie sich jeglicher Kritik annehmen und in die weiteren Planungen mit einfließen lassen. Inwiefern, könne aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, dafür sei es noch zu früh.