Sorge vor Steinschlag – Abrollschutz am Schlossberg und Wildbarren

von Redaktion

Erste Baumaßnahmen beginnen am Montag – Halbseitige Straßensperrungen an der St2093 und der St2089 nötig

Aschau – Zum Schutz vor Georisiken am Schlossberg Hohenaschau und am Wildbarren gibt es eine halbseitige Sperrung der St2093 am Schlossberg Hohenaschau sowie der St2089 südlich von Kirnstein. Die ersten Arbeiten beginnen am kommenden Montag.

Georisiken sind geologisch bedingte Naturgefahren, die zu Schäden an Gebäuden und Infrastruktur, aber auch zu Personenschäden führen können – in der Region sind das vor allem Hangrutschungen, Lawinenabgänge und Steinschläge.

Joseph Angermaier ist als Manager für Georisiken und Sicherungsbauwerke am Staatlichen Bauamt Rosenheim tätig: „Wir sind eines der wenigen bergnahen Bauämter Bayerns. Deshalb gehört der Umgang mit Georisiken zu unserem Alltag. Im zuständigen Sachgebiet erfassen, dokumentieren und bewerten wir die Georisiken aus geologischer Sicht. Ziel ist es, die einzelnen Gefährdungsstellen abzuschätzen und als Konsequenz die Gefahren einzudämmen.“

Wo erforderlich, werden Sicherungsbauwerke errichtet. So auch am Wildbarren in der Gemeinde Flintsbach und am Fuße des Schlosses Hohenaschau. Angermaier erklärt: „Am Wildbarren muss auf einer Länge von rund 300 Metern ein Drahtzaun als Abrollschutz errichtet werden. Dieser rund 1,5 Meter hohe Zaun verhindert, dass Steine, die sich beispielsweise durch viel Regen lösen, auf die Staatsstraße rollen.“

Begonnen wird mit den Bauarbeiten am Montag, 22. Mai. Während der Arbeiten muss die St2089 im Ortsteil Kirnstein halbseitig gesperrt werden. Der Abschluss der Maßnahme wird am Freitag, 2. Juni, erwartet.

Ab Montag, 15. Mai, wird an der St2093, genauer an der Ostseite des Hohenaschauer Burgbergs, ebenfalls ein Drahtzaun als Abrollschutz errichtet.

„Auch in Hohenaschau bringen wir auf einer Länge von rund 60 Metern einen sogenannten Ösenankerzaun zum Schutz der Staatsstraße an“, so Angermaier. „Läuft alles planmäßig und spielt das Wetter mit, sind die Arbeiten am Freitag, 26. Mai, abgeschlossen.“ Zur Durchführung der Arbeiten ist auch hier eine zeitweise halbseitige Sperrung der St2093 unumgänglich.

Da es sich um Staatsstraßen handelt, die vor Georisiken geschützt werden, trägt die Kosten von rund 125000 Euro für die Maßnahme am Wildbarren und die Kosten von rund 50000 für die Maßnahme am Schlossberg Hohenaschau der Freistaat Bayern.

Artikel 10 von 11