Männern wird bandenmäßiger Drogenhandel vorgeworfen

von Redaktion

Angeklagte aus der Region stehen in Traunstein vor Gericht

Rosenheim/Ramerberg – Drogengeschäfte, die sie als bandenmäßiges Handeln wertet, wirft die Staatsanwaltschaft Traunstein drei Männern aus der Region Rosenheim im Alter von 22 bis 65 Jahren vor. Sie müssen sich ab diesem Freitag vor dem Landgericht Traunstein verantworten.

Die Handschellen klickten am 1. September vergangenen Jahres. An diesem Tag wurden bei der Durchsuchung der Rosenheimer Wohnung eines 65-jährigen, in Linz geborenen Österreichers 77 Gramm Kokain sichergestellt. Die Ermittler kamen im Zusammenhang mit dieser Aktion ziemlich rasch auf die Spur eines 22-jährigen Ramerbergers und eines in Rosenheim lebenden 44-jährigen Vietnamesen, die daraufhin ebenfalls noch am selben Tag von der Polizei festgenommen wurden.

Die sechsseitige Anklageschrift listet zahlreiche Einzeldelikte auf, die bei der Verhandlung zur Sprache kommen. Während der Ramerberger und der Vietnamese in Untersuchungshaft sitzen, wurde der Haftbefehl gegen den Österreicher am 7. Oktober vergangenen Jahres außer Vollzug gesetzt.

Die Staatsanwaltschaft sieht den Vietnamesen als treibende Kraft der Drogengeschäfte. Er soll den Ankauf der Betäubungsmittel federführend abgewickelt, die internen Abläufe innerhalb der Bande koordiniert und sich auch selbst als Verkäufer betätigt haben. Der Österreicher soll das Rauschgift an seinem Arbeitsplatz in Prutting beziehungsweise in seiner Rosenheimer Wohnung aufbewahrt und beim Verpacken sowie dem Transport der Betäubungsmittel geholfen haben. Der dritte Angeklagte war aus Sicht der Ankläger vor allem als Verkäufer aktiv, soll den 44-jährigen Vietnamesen aber auch beim Ankauf der Suchtmittel unterstützt haben.

Insgesamt wirft die Staatsanwaltschaft den drei Männern sechs Delikte vor. Sie fordert darüber hinaus als „gesamtschuldnerische Einziehung von Werteersatz“ einen Betrag in Höhe von 35620 Euro von den Männern. Der 22-jährige Ramerberger muss sich darüber hinaus noch wegen dreier Drogengeschäfte verantworten, bei denen er als Einzeltäter gehandelt haben soll. Aus diesen Geschäften fordert die Staatsanwaltschaft von ihm einen Werteersatz in Höhe von 3000 Euro.

Für das Verfahren hat das Landgericht Traunstein sechs Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess wird am 25. und 26. Mai fortgesetzt.Norbert Kotter

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