Kiefersfelden/Rosenheim – Die Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen an der A93 unabhängig voneinander zwei Rumänen festgenommen, die beide noch offene Justizschulden hatten.
Bei der Überprüfung der Personalien eines Mannes am Samstag in der Kontrollstelle nahe Kiefersfelden stellten Bundespolizisten fest, dass der Mann schon länger gesucht wurde. Der Beifahrer eines in Rumänien zugelassenen Pkw war 2021 wegen Trunkenheit im Verkehr verurteilt worden. Offenbar hatte sich der 54-Jährige ins Ausland abgesetzt. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hatte einen Haftbefehl erlassen und forderte 3500 Euro Strafe zuzüglich Verfahrenskosten. Da der Rumäne das Geld nicht aufbringen konnte, musste er die Ersatzfreiheitsstrafe von 100 Tagen antreten und wurde von Bundespolizisten in die Bernauer Justizvollzugsanstalt gebracht.
Zuvor war der Fahrer eines Pkw mit französischer Zulassung verhaftet worden. Gegen ihn lagen gleich mehrere Haftbefehle aus Niedersachsen, Hessen und Bayern vor. Auch er war unter anderem wegen Trunkenheit im Verkehr verurteilt worden. Das Amtsgericht Hannover hatte inklusive Verfahrenskosten einen Betrag von 622 Euro festgelegt. Hinzu kamen Strafbefehle wegen Erschleichens von Leistungen. Hier forderte die Staatsanwaltschaft Fulda etwa 350 Euro und die Staatsanwaltschaft Nürnberg circa 1700 Euro.
Da ein guter Freund des 31-Jährigen das Geld bei einer Polizeidienststelle in Nordrhein-Westfalen einzahlte, blieb dem Rumänen die 110 Tage Ersatzfreiheitsstrafe erspart. Er konnte seine Reise fortsetzen.