Völlig andere Meinungen akzeptieren lernen

von Redaktion

Sprecherrat des Rings politischer Jugend im Landkreis Rosenheim formiert sich neu

Rosenheim – Ob Energie- und Klimafragen oder die Zukunft des Heizens. Ob Migrationspolitik, die Ausrichtung der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik oder gesellschaftliche Debatten rund um das neue Selbstbestimmungsgesetz: Die Themen, die die Teilnehmer bei den regelmäßigen Treffen des Rings politischer Jugend (RPJ) im Landkreis Rosenheim diskutieren, sind vielfältig.

Vor rund zwei Jahren hatten sich fünf politische Jugendorganisationen aus dem Landkreis zusammengeschlossen, um eine Plattform für einen überparteilichen Austausch zu schaffen. Mit dabei sind die Junge Union (JU), die Jungsozialisten in der SPD (Jusos), die Grüne Jugend (GJ), die Jungliberalen (JuLis) und der Jungbayernbund (JBB).

Bei einer Sitzung wurde der Sprecherrat des RPJ neu aufgestellt. Vorsitzender bleibt der Kreisvorsitzende der JU, Matthias Eggerl. Neu geschaffen wurde das Amt einer Vize-Vorsitzenden. Dieses übernimmt künftig Anna Gmeiner von der GJ. Für die Jusos sitzt Florian Schulz, für die JuLis Maximilian Christl und für den JBB Helmut Freund im Sprecherrat. Als Stellvertreter fungieren Philipp Mehringer (JU), Jonas Turber (GJ), Lucas Rothstein (Jusos), Marcus Moga (JuLis) und Tyran Braun (JBB).

Der Vorsitzende Eggerl zeigte sich erfreut über die bisherige Arbeit des RPJ im Landkreis. „Unser Ziel ist es, junge Menschen für die Politik zu begeistern. Und ich glaube, das ist uns ein Stück weit gelungen.“ Vor allem die regelmäßigen Stammtische seien für alle Beteiligten spannend, so Eggerl. „Es ist gut, sich aus seiner eigenen Blase herauszubewegen und mit Menschen zu reden, die zum Teil eine völlig andere Meinung zu Themen haben“, führte der Vorsitzende weiter aus. Dadurch gewinne man, laut Eggerl, neue Blickwinkel – könne aber auch die eigene Argumentation schärfen und künftig noch überzeugender vertreten.

Wie die Vize-Vorsitzende Gmeiner ergänzte, zeichnet sich die Demokratie dadurch aus, dass sich die Bürger immer wieder neu mit Dingen auseinandersetzen. „Ich freue mich, im Ring politischer Jugend einen Ort gefunden zu haben, an dem dies möglich ist“, unterstrich Gmeiner. Es gehe darum, gemeinsam den jungen Menschen in Rosenheim eine Stimme zu geben.

Neben den regelmäßigen Stammtischen, die auf dem Instagram-Account des RPJ angekündigt werden, sind für das laufende Jahr weitere Veranstaltungen geplant. So gibt es am Donnerstag, 14. September, eine Vorstellungsrunde der Landtags- und Bezirkstagskandidaten in Rosenheim. Für den Herbst ist ein Jugendkreistag angedacht, bei dem die Arbeit der Kreisgremien nähergebracht wird.

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