Rosenheim – Für die neue Förderperiode des EU-Programms für den ländlichen Raum Leader haben bayernweit 69 Lokale Aktionsgruppen (LAG) jetzt „grünes Licht“ bekommen. Denn sie erhalten in den nächsten Tagen ihre Bescheide mit der offiziellen Anerkennung.
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sagte: „Die bisherige Anstrengung hat sich gelohnt. Zu diesem Erfolg gratuliere ich allen von Herzen! Jetzt haben Sie es schwarz auf weiß, dass sie ihre kreativen Ideen vor Ort umsetzen können. Dazu wünsche ich den engagierten Bürgerinnen und Bürgern viel Erfolg. Denn sie gestalten damit die Zukunft ihrer Region und unser aller Heimat aktiv mit.“ Die LAGs waren bereits im Dezember von einer Jury ausgewählt worden, mussten allerdings noch einige zusätzliche formale Anforderungen der EU erfüllen und nachliefern.
Die LAGs sind Partnerschaften aus Kommunen, Vereinen, Verbänden, Unternehmen und Privatpersonen, die sich mit viel Zeit und Herzblut als Ideenschmieden für die Weiterentwicklung ihrer Region einsetzen.
Sie werden dabei von Leader-Koordinatoren unterstützt. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass sich die besonderen Merkmale des EU-Programms wie Bürgerengagement, Vernetzung, Innovation und Kooperation in der Region dauerhaft widerspiegeln.
„Die aktuellen Herausforderungen der Regionen, wie Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel, Ressourcenschutz und Artenvielfalt, Sicherung der Daseinsvorsorge, regionale Wertschöpfung und sozialer Zusammenhalt sind riesig. Gemeinsam können wir sie meistern! Die Zusammenarbeit vor Ort ist der Schlüssel für den Erfolg von Leader“, so Kaniber.
Für die neue EU-Förderperiode bis 2027 stehen in Bayern rund 90 Millionen Euro EU-Mittel zur Verfügung. Das sind im Jahresschnitt rund 50 Prozent mehr als noch im bisherigen Förderzeitraum. Die EU-Mittel werden vom Freistaat mit Landesmitteln ergänzt.
Mit der Genehmigung erhalten die LAGs auch ein Budget mitgeteilt, in dessen Rahmen sie in der Förderperiode Projekte beschließen können. Je nach Größe und Einwohner des LAG-Gebiets liegen die Budgets zwischen rund 1,7 Millionen und rund zwei Millionen Euro.