Mehr Mut und Anerkennung gewünscht

von Redaktion

Landfrauentag in Rott betont Bedeutung der Frauen in Kultur- und Landschaftspflege

Rott/Rosenheim – Die Bedeutung der Frauen für Landwirtschaft und Dörfer über ihre Familien und Arbeitsplätze hinaus verdeutlichte der heurige Landfrauentag des Bayerischen Bauernverbandes und von dessen Bildungswerk. Dieser fand in Rott statt.

Eine große Anzahl von Bäuerinnen und Landfrauen füllte am gestrigen Vormittag die Rotter Kirche und anschließend den Saal des Gasthofes Stechl. Bei der würdevollen Andacht, die vom Landfrauenchor unter der Leitung von Heide Hauser gestaltet wurde, würdigte Gemeindereferentin Hannelore Maurer die Rolle der Frau in der Gesellschaft und in herausfordernden Zeiten.

Seit dem letzten Landfrauentag und den erfolgreichen Neuwahlen im Landkreis und in den Ortsverbänden hat sich viel getan. Kreisbäuerin Katharina Kern ging in ihrem Bericht auf die Belastbarkeit der Frauen ein und dankte Kreisobmann Sepp Andres, dass im Rosenheimer Land Männer und Frauen auf Augenhöhe zusammenarbeiten, wenn es um Themen rund um die Landwirtschaft gehe. „Unsere ständige Aufgabe ist es, auf gesellschaftliche Defizite zu reagieren. Deswegen bedanke ich mich ganz besonders bei unseren Landfrauen Maria Baumgartner, Maria Fischbacher und Maria Riepertinger, dass sie sich zum Thema Alltags-Kompetenz viel mit den Schulen betätigen. Dies kann ein wichtiger Schritt in Richtung zukünftiges Schulfach im Lehrplan sein.“

Dieser Wunsch ging in Richtung Politik, deren Vertreter an diesem Tag Rosenheims Zweiter Bürgermeister Daniel Artmann war. Auch im Namen von Oberbürgermeister Andreas März, Landrat Otto Lederer, dem anwesenden stellvertretenden Landrat Sepp Hofer und Bezirksrat Sebastian Friesinger bezeichnete Artmann die Landfrauen als „Managerinnen und Unternehmerinnen“. „Was wäre unser Chiemsee-Alpenland, wenn nicht von euch so viel geleistet werden würde, das verdient und fordert von uns mehr Anerkennung.“

Kreisobmann Sepp Andres würdigte seinerseits die gute Zusammenarbeit mit den Landfrauen und brachte seine Anerkennung in Form von Blumensträußen für die Kreisbäuerinnen Katharina Kern und Maria Fischbacher zum Ausdruck.

Auch Rotts Bürgermeister Daniel Wendrock stellte die Bedeutung der Frauen in der 1000-jährigen Kloster-, Kultur- und Landschaftspflege-Geschichte in seinem Grußwort heraus. Mit einem Motivations-Vortrag machte die stellvertretende Landesbäuerin Christine Reitelshöfer aus Mittelfranken den anwesenden Bäuerinnen und Landfrauen Mut, mehr zu wagen. Besonders in der öffentlichen Diskussion und in der Politik sollten sich die Frauen mehr Gehör verschaffen. Dazu gehört es auch, dass sich Frauen in der Haus- und Landwirtschaft fachkundig ausbilden lassen. „75 Jahre in Bayern organisierte Landfrauen sind 75 Jahre Bildungsarbeit, Gesundheitsvorsorge und Brauchtumspflege“, so die Referentin.

Zusammenfassend zum Appell des Sich-Mehr-Einmischens zitierte die Rednerin: „Wenn immer der Klügere nachgibt, dann bestimmen zum Schluss die Deppen, wo es langgeht.“ Mit einem RegRo-Genusskorb und mit regionalen Schmankerln bedankten sich die Gastgeber bei Christine Reitelshöfer. (über Ehrungen berichten wir gesondert). Landesehrenbäuerin Annemarie Biechl lud außerdem zu einem Benefizkonzert am Sonntag, 25. Juni, um 15 Uhr im Kloster Frauenwörth zugunsten des Freundeskreises und Klosters ein. hö

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