Jede Woche beantworten die OVB-Heimatzeitungen samstags spannende Fragen rund um die „Vulkane“, um die sich die aktuelle Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen dreht.
Was ist ein schlafender
Vulkan?
Ein schlafender oder ruhender Vulkan ist seit vielen Tausend Jahren nicht mehr ausgebrochen. Allerdings ist er weiterhin gefährlich, da er jederzeit erwachen und erneut ausbrechen kann. Der „Schlaf“ eines Vulkans ist beendet, wenn aus dem Erdinneren Magma nachkommt. Einige Vulkane schlafen schon so lange, dass sich kein Mensch an ihren letzten Ausbruch erinnern kann. Oft werden Häuser und Städte an den Hängen des Vulkans gebaut. Ein beeindruckendes Beispiel hierfür ist der Vulkan Chaiten in Chile, der nach einer Pause von mehreren Jahrtausenden plötzlich im Jahr 2008 erwachte und ausbrach. Innerhalb von vier Tagen löste er 60 vulkanische Erdbeben und einen gewaltigen Ascheregen aus, der ein ganzes Dorf zerstörte. Das muss aber nicht passieren. Manchmal kühlt sich das Innere eines Vulkans im Laufe von tausenden Jahren immer mehr ab. Grundsätzlich gilt ein Vulkan, der 10000 Jahre nicht ausbricht, als erloschen.