Rosenheim/Rohrdorf – Der erste Regionaltisch des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim (AELF) fand im Juni als Präsenzveranstaltung im Haus für Kinder Heilige Familie Thansau statt. 24 Teilnehmer und Akteure folgten der Einladung des Behördenleiters, Dr. Georg Kasberger, um gemeinsam unter dem Motto „Bio und regionale Lebensmittel in der Kita-Verpflegung“ das Vorhaben einer nachhaltigen Kita-Verpflegung und der Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten in der Region zu starten.
Nachhaltigkeit und Klimaschutz haben auch im Bereich der Ernährung und Lebensmittelproduktion eine große Bedeutung. Die Bayerische Staatsregierung verfolgt das Ziel, dass diese Themen unter anderem durch die Ausweitung des Angebotes an ökologisch und regional erzeugten Lebensmitteln in den Kantinen der öffentlichen Träger in Bayern vorangebracht werden. Hierbei bietet die Gemeinschaftsverpflegung großes Potenzial, viele Menschen in unterschiedlichen Altersgruppen zu erreichen, um die Nachfrage nach biologischen und regionalen Lebensmitteln zu erhöhen.
Der Regionaltisch des AELF Rosenheim konzentrierte sich auf den Bereich der Kita-Verpflegung. Er richtete sich an Verantwortliche der Einrichtungsleitungen, Küchenleitungen und Elternbeiräte der Kindertagesstätten und Kindergärten im Landkreis Rosenheim.
Im Bereich der Kita-Verpflegung gilt das Haus für Kinder Heilige Familie Thansau als einer der Vorreiter. Mit einem Anteil bio-/regionaler Lebensmittel von über 55 Prozent und vielen regionalen Bezugsquellen schuf sich das HfK Thansau ein großes Netzwerk.
Dortige Erfahrungen und Wissen teilte Küchenleiter Markus Schuler bei dem Regionaltisch mit anderen Einrichtungen. Neben den Vertretern des AELF Rosenheim wurden Stefanie Adeili und Stephanie Wimmer von der Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein, Martina Fink von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung vom AELF Ebersberg-Erding sowie, als Vertreterin der Landwirtschaft, Angie Gasteiger vom Anderlhof für die Veranstaltung gewonnen. Die Teilnehmer bekamen Informationen über den Hintergrund der Regionaltische sowie die Gründe für den Einsatz ökologischer und regionaler Lebensmittel.
Schuler gab einen Überblick über die praktische Umsetzung und welche Herausforderungen und Chancen eine nachhaltige Kita-Verpflegung mit sich bringt. Im Anschluss zeigte Martina Fink vom Sachgebiet Gemeinschaftsverpflegung Oberbayern Ost die Angebote für die Gemeinschaftsverpfleger und welche Unterstützung von den Ämtern geleistet wird.
In einer Gruppenarbeit hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich zu Themen rund um Vernetzung, Beschaffung und Kommunikation hinsichtlich bio- und regionaler Lebensmittel in der Kita-Verpflegung auszutauschen. Als wichtige Ergebnisse des Abends können festgehalten werden, dass die Gemeinschaftsverpfleger eine große Herausforderung darin sehen, ausreichende und kontinuierliche Mengen an bio-regionalen Lebensmitteln zu erhalten. Eine Bündelung und stärkere Vernetzung von Erzeugern ist aus ihrer Sicht notwendig, um die Bedürfnisse abzudecken. Auch die Kosten der Produkte wurden teilweise als hinderlicher Faktor gesehen.
Positiv wurde der Vorschlag für weitere Treffen aufgenommen, um den Austausch der Kita-Verpfleger zu fördern. Die Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten kann so vorangetrieben werden.