Bernau/Traunstein/Anger – Zu schnell, zu wenig Sicherheitsabstand und Nötigung – die Liste der Vergehen, die zwei Raser in der Nacht auf den gestrigen Freitag auf der A8 begangen haben, ist lang. Gegen 1.30 Uhr fielen einer Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim auf der A8 auf Höhe der Anschlussstelle Bernau in Fahrtrichtung Salzburg zwei hochmotorisierte Fahrzeuge mit Schweizer Kennzeichen durch überhöhte Geschwindigkeit auf. Die Polizeibeamten verfolgten die Fahrzeuge, die mit fast 220 km/h zwischen den Anschlussstellen Felden und Grabenstätt unterwegs waren. Die Schweizer Fahrer zwangen dabei andere Verkehrsteilnehmer durch Lichthupe und dichtes Auffahren zum Ausweichen. Bei dichtem Verkehr überholten die Fahrer auch verbotenerweise auf dem rechten Fahrstreifen. Kurz nach der Anschlussstelle Traunstein wurde der Verkehr so dicht, dass die zwei Raser beschlossen, eine Notfall-Pannenbucht zum Überholen zu nutzen. Anschließend beschleunigten sie erneut auf über 200 km/h. Andere Verkehrsteilnehmer wurden gezwungen zu bremsen. Dabei kam es fast zu einem Unfall.
Unmittelbar vor der Anschlussstelle Anger gelang es Streifen der Grenzpolizei Piding sowie der Verkehrspolizei Rosenheim und Traunstein, den Audi und den Porsche zu stoppen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein wurde umgehend informiert. Gegen die Schweizer wird nun wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens, Gefährdung des Straßenverkehrs und Nötigung ermittelt. Den Fahrern wurde noch in der Nacht der Führerschein abgenommen, Bekannte mussten die Weiterfahrt der Urlaubsreise übernehmen.
Die Polizei sucht nun nach Zeugen des Vorfalls. Wer die Raser beobachtet hat oder durch deren rücksichtslose Fahrweise gefährdet wurde, wird gebeten, sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim unter der Telefonnummer 08035/9068-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.