Rosenheim/Stephanskirchen – Das Programm „Sommer.Erlebnis.Bauernhof“ ermöglicht es Schülern in Bayern, an einem Lernprogramm auf einem Bauernhof teilzunehmen.
Den Auftakt für das Sommerprogramm machten die beiden fünften Klassen der Philip-Neri-Schule in Rosenheim, einem Förderzentrum mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung für Kinder. Sie besuchten den Gemüsehof der Familie Stein in Stephanskirchen. Auf die Frage woher das Gemüse im Supermarkt käme, antwortete eine Schülerin: „Vom Bauernhof.“ Aber wo das Gemüse genau wächst und was es braucht, um zu wachsen, durften sie an diesem Tag von Timea Stein, der Gemüsebäuerin auf dem Kernhof, erfahren.
Zuerst ging es vorbei an den Hühnern und Nandus zu den Gewächshäusern, in denen die Schüler die Wachstumsbedingungen der Tomaten-, Gurken-, Bohnen- und sogar der Melonenpflanzen kennenlernen konnten. Im letzten Gewächshaus durften sie selbst mit anpacken und beim Bohnensähen helfen. Die Kinder konnten ein eigenes Töpfchen mit einer Bohne bepflanzen und mit nach Hause nehmen. Stein gab den Schülern Tipps, wie sie das bald heranwachsende Pflänzchen pflegen sollten.
Beim anschließenden Gang durch das Freiland erregte der Traktor großes Aufsehen, der gerade neue Reihen für die jungen Gemüsepflanzen vorbereitete. Die Schüler staunten über die langen Pflanzenreihen und darüber, dass da bald Kürbisse, Zucchini und Kartoffeln wachsen würden. Stein klärte die Kinder darüber auf, wie viel Pflege diese Pflanzen brauchen. „Und selbst wenn man alles richtig gemacht hat, kann es sein, dass ein Schädling die Pflanze so stark befällt, dass sie eingeht und keine Frucht mehr ausbildet“, sagte Stein und zeigte als Beispiel für einen Schädling eine Larve des Kartoffelkäfers, welche sie gerade auf einer Pflanze gefunden hatte. So erfuhren die Schüler, wie viel Arbeit und Mühe das Gemüse erfordert, bis man es im Supermarkt kaufen kann.
Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten übernimmt die Kosten für diesen Besuch. Die Teilnahme am Programm ist ganzjährig möglich. Koordiniert und betreut wird das Programm von Gabriele Hierl-Dicker vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim.