Bruckmühl – Sport verbindet, Sport schlägt Brücken, Sport kennt keine Grenzen und Sport überwindet Hindernisse. Diese Aussagen füllten kürzlich knapp 150 begeisterte Sport-Fans mit und ohne Behinderung aus dem gesamten Landkreis Rosenheim beim „Ersten Inklusiven Sporttag“ in Bruckmühl mit Leben.
Über drei Stunden lang ging es in der Sporthalle der Justus-von-Liebig-Schule rund. „Alle Erwartungen, die wir in dieses Sport-Pilotprojekt gesteckt haben, wurden voll erfüllt“, freute sich Christiane Grotz, die Behindertenbeauftragte der Marktgemeinde. Auch Bruckmühls Rathaus-Chef Richard Richter war begeistert: „Das Miteinander von Menschen ohne Behinderung und Menschen mit Behinderung war einfach nur großartig und tief beeindruckend.“
Ähnlich euphorisch zeigte sich Marina Pagel, sportliche Leiterin des Nachmittages: „Drei Stunden Spiel, Sport und Spaß – Herz, was willst du mehr.“ Bei ihrer Begrüßung zeigte sich Grotz erfreut, dass neben der kompletten Bruckmühler Rathausspitze auch Christian Kastl, Sport- und Jugendreferent, sowie der Ehren-Präsident des DJK Diözesan-Verbandes Werner Berger und eine Vielzahl von Zuschauern der Einladung gefolgt waren.
Ein 30-köpfiges ehrenamtliches Helferteam sorgte für einen reibungslosen und fairen sportlichen Wettstreit, bei dem vor allem der olympische Gedanke und das Miteinander im Fokus stand. Die bunt zusammengewürfelten Teams aus Behinderten, Angehörigen, Freunden und Sportfans absolvierten sechs Spielstationen.
Ein Höhepunkt darunter war der Ball-Speedometer, mit dem die Torschuss-Geschwindigkeit gemessen wurde. An der 35 Quadratmeter großen XXL-Ball-Dartscheibe konnten Sportfans ihre Geschicklichkeit beim Ballwerfen oder -schießen beweisen. Für den optisch-farblichen Höhepunkt sorgte die „Blazepod-Spielstation“. Das Licht-Reflex-Training forderte die zentralen neuromotorischen Prozesse und trainierte schnelle Taktikwechsel und Reaktionsfähigkeiten in spielerischer Art und Weise. Für einen großen „Lach- und Spaßfaktor“ sorgte der Gummischlappen-Weitwurf. An der „Showdown-Platte“ beim Spiel Mann gegen Mann kam es zum Scheiben-Tore-Schießen. Hier waren Reaktions-Schnelligkeit und ein gutes Schläger-Handling gefragt. Bei der Boccia-Konkurrenz ging es mit viel Feingefühl um die besten Nah-Platzierungen zum kleinen beweglichen Zielball.
Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Das inklusive Sportevent, organisiert von Menschen ohne Behinderung für Menschen mit und ohne Behinderung, war ein emotionales Erlebnis, das eine Fortsetzung im kommenden Jahr bekommen sollte.tn