Direktoren treffen sich zum Dialog im Landratsamt

von Redaktion

23 Schulen aus dem Landkreis Rosenheim befassen sich mit dem Thema künstliche Intelligenz und MINT-Region

Rosenheim – Schulleiter und stellvertretende Schulleiter der 23 Landkreisschulen fanden sich Ende Januar zum zweiten Schulleitungsdialog im Landratsamt Rosenheim zusammen. Thematische Schwerpunkte waren die künstliche Intelligenz (KI) an Schulen und die neue MINT-Region Rosenheim. Darüber hinaus war Raum für den persönlichen Erfahrungsaustausch zwischen den Schulleitern.

„Ich weiß, dass die Schulleitungen jetzt bereits viele Termine haben. Deswegen fragt sich der ein oder andere vielleicht, warum es noch einen Schulleitungsdialog braucht. Ich sage, dass diese Termine sehr wichtig sind, um sich auch einmal informell und schulartübergreifend auszutauschen, gerade weil die Schulleitungen viel Arbeit auf dem Tisch haben. Es gibt viele Themen, die alle bewegen, wie zum Beispiel das Thema künstliche Intelligenz und hier eignet sich ein Schulleitungsdialog hervorragend, um so ein Thema zu besprechen“, erklärte Katrin Röber, Bildungskoordinatorin des Landkreises Rosenheim. Ziel des Austausches war es, die Herausforderungen und Chancen, die die neuen technischen Entwicklungen im Bereich der KI für Schulen bereithalten, von unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Dazu gaben Dr. Michael Heinlein und Dr. Norbert Huchler, vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF) München, einen Einblick über die gesellschaftliche Bedeutung von KI.

Der technische Fortschritt verlange, vergleichbar mit der Einführung des Taschenrechners, dass Bildungseinrichtungen Prüfungsfragen anpassen. Für Schulen sei es darüber hinaus wichtig, Kindern und Jugendlichen die nötige Reflexionsfähigkeit mit auf den Weg zu geben, damit diese gezielt KI als Werkzeug für sich nutzen können.

Dafür brauche es eine Sensibilisierung für die Gestaltung sowie die Gestaltbarkeit von KI, um eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen.

Landrat Otto Lederer bestärkte die Anwesenden: „Von diesen großen gesellschaftlichen Entwicklungen sind Schulen selbstverständlich nicht ausgeschlossen. Wenn heute ein Trend entsteht, haben wir ihn morgen an den Schulen. Auch wenn es noch in keinem Lehrplan vorgesehen ist, müssen wir uns mit dem Thema auseinandersetzen.“ Im Anschluss stellte Steffi Panhans, Projektleitung „MINTnetz18+“ von der Technischen Hochschule Rosenheim (TH), die Aktivitäten der MINT-Region vor. Die MINT-Regionen sind regionale Netzwerke zur Stärkung der Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Stadt und Landkreis Rosenheim waren lange ein weißer Fleck auf der MINT-Landkarte, den die TH unter anderem in Zusammenarbeit mit der Bildungsregion Rosenheim nun geschlossen hat. Neben dem Gespräch mit Experten war auch dieses Jahr wieder Raum für weitere Themen, die die Schulen betreffen. Lederer nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung des Schüleraustauschs zu betonen: „Schüleraustausche sind kein ‚nice to have‘, sondern wirklich wichtig.“ Angesichts jüngster Entwicklungen sagte er: „Es ist wichtiger denn je, Schüler für Europa zu begeistern.“

Die Veranstaltung entstand auf Initiative von Röber im Rahmen der Zertifizierung von Stadt und Landkreis Rosenheim zur „(Digitalen) Bildungsregion“. Bereits 2023 war die Auftaktveranstaltung zum Thema „W3 – Wissen.Werte.Wir“ ein Erfolg. Der Schulleitungsdialog soll in Zukunft jährlich stattfinden und Raum für fachlichen sowie persönlichen Austausch bieten.

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