Rosenheim – Bühne frei für Superhelden und Pionierinnen, Antihelden sowie Film- und Fantasyhelden. Das Ausstellungszentrum Lokschuppen sorgt gemeinsam mit der Stadt Rosenheim mit 60 Veranstaltungen für ein heldenhaftes Jahr 2024. „Uns ist ein großartiges Projekt gelungen. Gemeinsam mit unterschiedlichsten Kulturschaffenden, städtischen, aber auch freien Trägern, mit Vereinen und Gruppen haben wir unter dem Hashtag #heROs2024 ein tolles Rahmenprogramm zusammengestellt, das weit über die Ausstellung hinausgeht“, informiert die Leiterin des Lokschuppens Jennifer Morscheiser.
Ab März gibt’s für Groß und Klein Filme, Lesungen, Workshops, Konzerte, Theater, Vorträge und vieles mehr. Angefangen von unterhaltsamer „Action für Kids“ im Jugendzentrum „ChillMill“ bis hin zum Fantasy Lesefestival mit Akteuren der deutschen Fantasyliteratur. „Dieses Lesefestival vom 20. bis 22.September ist mein persönliches Highlight“, so die Leiterin des Lokschuppens. Mehr als 20 Autoren werden laut Morscheiser erwartet.
Mit an Bord sind während des Ausstellungszeitraums unter anderem die Stadtbibliothek, die Volkshochschule (VHS), der Stadtjugendring (SJR), das Innmuseum und Akteure der freien Kulturszene.
Der SJR widmet sich in neun Veranstaltungen dem Thema Heldentum bei Kindern und Jugendlichen. Im Mittelpunkt stehe die Frage, was echte Helden auszeichnet, so der Geschäftsführer des SJR Johannes Merkl. In einer Hüttenstadt wird nach dem Muster von „Bob der Baumeister“ praktisch gearbeitet. Im Jugendzentrum „ChillMill“ gibt’s „heldenhafte“ Brettspiele, in einem anderen Workshop kreieren Jugendliche eigene virtuelle Helden mit künstlicher Intelligenz.
Auch die Stadtbibliothek widmet den Helden eine Reihe von Veranstaltungen. Zum Start eröffnet sie am Mittwoch, 6. März, die Ausstellung „Heldenhaftes Ehrenamt“ mit den Porträts ehrenamtlicher Bürger am Salzstadel und im Gebäude. „Wir wollen das Thema Heldinnen und Helden des Alltags aufgreifen und würdigen“, erläutert Birgit Graf von der Stadtbibliothek. „Deshalb haben wir mit Ehrenamtlichen aller Bereiche zusammengearbeitet.“ Diese sehen sich selbst zwar nicht gerne als Helden, leisten aber Großartiges, wie Graf betont. Die regelmäßigen Vorlesestunden für Kinder, die im Sommer im Riedergarten stattfinden, werden mit „LeseHeRoes“ erweitert. Ein besonderes Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene ist der „Poetry Slam“ unter dem Motto „Heldenhaft“ im Oktober.
Bereits bei der Ausstellung „Vulkane“ gab’s bei der VHS Rosenheim eine Vorlesungsreihe. Die wurde nun erweitert. „Wir versprechen eine faszinierende Expedition durch die vielschichtigen Perspektiven auf Heldenfiguren unserer Gesellschaft“, erklärt die stellvertretende VHS-Leiterin Sylvia Seiler. „Wir werfen unter anderem einen Blick auf die dunkle Faszination für ‚bad boys‘, diskutieren aber auch die modernen Entwicklungen der künstlichen Intelligenz beim Thema Helden.“ Auftakt ist am Mittwoch, 20. März, mit dem Vortrag „Heldinnen und Helden im Demenzalltag“ mit Peter Moser von der Nachbarschaftshilfe.
Warum und wie wird man zum Helden? Welche Entwicklungen entstehen rund ums Phänomen Held? Diesen Fragen gehen Vorträge über Anne Frank und Sophie Scholl nach. Zum Abschluss im Dezember bieten VHS und Lokschuppen einen Blick hinter die Kulissen. Von Morscheiser und Kuratorin Andrea Erkenbrecher erfahren die Besucher, wie eine Ausstellung entsteht. Das Begleitprogramm stellt der Lokschuppen auf seiner Internetseite zum Herunterladen bereit.