Zuchtverband für oberbayerisches Alpenfleckvieh Miesbach lädt ein

von Redaktion

Jubiläumsfeier zum 130-jährigen Bestehen mit Tierschau – Großzügiges Kinderprogramm und kleines Ausstellungsgelände

Miesbach – Eigentlich wäre die Jubiläumsfeier vor zwei Jahren fällig gewesen. Doch da war die Pandemie noch nicht ganz überwunden. Jetzt aber möchte der „Zuchtverband für oberbayerisches Alpenfleckvieh Miesbach“ nachträglich auf sein 130-jähriges Bestehen hinweisen – mit einer großen Tierschau in der Miesbacher Oberlandhalle. Auch für Letztere ist eine runde Zahl zu vermelden: Sie wurde vor zehn Jahren in Betrieb genommen. Beide zusammen, der Zuchtverband und die Vermarktungshalle, bilden ein erfolgreiches Gespann.

Die Rinderzucht ist so alt wie die Menschheit. Immer schon wurde versucht, mit den gegebenen Möglichkeiten den Milch- und Fleischertrag zu verbessern und die geeignetsten Rassen zu selektieren – wobei die Rinder auch als Arbeitstiere zum Einsatz kamen. Das entlang der Alpenkette vorherrschende Grünland mitsamt der Almweiden war nur über die Viehzucht zu nutzen. Vater des Miesbacher Fleckviehs ist der Bauern- und Gastwirtssohn Max Obermayr aus Gmund. Bald war es weitum bekannt und wurde sogar zu den Gutshöfen von Fürst Otto von Bismarck und an den russischen Zarenhof transportiert.

Um mit den züchterischen Bemühungen und der Vermarktung der Tiere vorwärtszukommen, bildeten sich um 1890 Viehzuchtgenossenschaften. Die Milchablieferung hatte seinerzeit nur geringe Bedeutung. Es waren die Viehzuchtgenossenschaften Aibling, Miesbach, Tegernsee und Tölz, die 1892 den Miesbacher Zuchtverband gründeten. Später schlossen sich die VZG’s München, Rosenheim, Wasserburg und Wolfratshausen an.

Heute sind die wirtschaftlichen und rechtlichen Bedingungen für die Landwirtschaft anders und weitaus anspruchsvoller als damals, was entsprechend auch die Aufgaben des Zuchtverbands intensiviert hat. Bestmögliches Management in Marktkrisenzeiten gehört dazu. Aktuell beliefern etwas mehr als 1300 Mitgliedsbetriebe aus den acht VZG’s die Viehmärkte in der vor zehn Jahren neu in Betrieb genommenen Markthalle. Sicherheitstechnische Mängel und neue Vorschriften waren ausschlaggebend dafür, die Vorgänger-Halle aufzugeben und sich nach vielen und langwierigen Hürden an einem neuen Standort am Stadtrand von Miesbach anzusiedeln. Dort beteiligen sich am Sonntag, 7. April, rund 115 Betriebe aus dem Verband an der Jubiläumstierschau. Der Fortschritt in der Forschung und die Praxis-Erfahrungen der Bauern in Verbindung mit der Unterstützung durch den Zuchtverband haben das ihrige dazu beigetragen: „Die Zucht hat unser Alpenfleckvieh so gesund, leistungsstark und langlebig hervorgebracht, wie es sich unsere Vorfahren nur erträumen konnten“, sagt Verbands-Vorsitzender Markus Dinzenhofer.

Das Programm der Jubiläumstierschau am Sonntag, 7. April: Es beginnt um 7 Uhr mit dem Auftrieb. Ab 9.30 Uhr erfolgt die Bewertung der Ausstellungstiere sowie Begrüßung und Grußworte der Ehrengäste. Um 13 Uhr findet die Tiersegnung statt und um 14 Uhr die Wahl der VZG-Siegergruppe.

Die Siegerehrung und Vergabe der Züchtermedaillen ist um 14.30 Uhr. Um 15 Uhr ist der Abtrieb. Ein großzügiges Kinderprogramm und ein kleines Ausstellergelände gibt es ebenfalls.

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