Verein Athletes for Ukraine mit zwei Olympia-Aktionen

von Redaktion

Mit Kinderreportern in Paris – Zusammenarbeit mit britischem Ministerium bei „Aktion 450+“ und „Kampagne 487“

Siegsdorf/Rosenheim/Paris – Der Verein Athletes for Ukraine (A4U) war auch bei den Olympischen Spielen präsent. Acht Kinder-Reporter aus verschiedenen Nationen wurden von A4U in Zusammenarbeit mit dem Rotaryclub Salzburg International (RCSI) mit zwei Begleitern nach Paris geschickt.

Bereits im Vorfeld hatte eine Aktion in Zusammenarbeit mit dem britischen Außenministerium für Aufsehen gesorgt. Sie heißt „Kampagne 487“ und ging medienwirksam in London über die Bühne. Hier wurde darauf aufmerksam gemacht, dass mehr als 450 ukrainische Sportler durch den russischen Angriffskrieg ums Leben gekommen sind.

Jens Steinigen aus Siegsdorf, Gründer von A4U, hatte wegen der „Aktion 450+“ und der „Kampagne 487“ intensive Korrespondenz mit Sebastian Coe. Der ehemalige 1500-Meter-Olympiasieger und Weltrekordhalter aus London ist seit 2015 Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF und bezüglich der Ukraine-Unterstützung auf der gleichen Wellenlänge wie Steinigen. „Wir möchten mit unserer Aktion weiter gegen den russischen Angriffskrieg protestieren und für eine weitere Unterstützung der Ukraine in ihrem Kampf für Freiheit und einen gerechten Frieden werben, ganz im Sinne der olympischen Bewegung, den Sport in den Dienst der Menschheit zu stellen“, teilte Steinigen in einer Presseerklärung mit. Im Vorfeld der Spiele hatte er T-Shirts drucken lassen mit der Aufschrift „450+ Olympic Dreams died“.

Als Steinigen vor Monaten in Produktion ging, waren es eben 450 getötete Sportler, als das britische Außenministerium Wochen später einstieg, schon 487. Dazu gab es in London eine 3D-Installation auf dem Parliament Square. Die Kampagne wurde weltweit hunderttausendfach auf Social-Media-Kanälen verbreitet, im britischen Fernsehen waren Bilder zu sehen. Es war Wasser auf die Mühlen von Jens Steinigen. „Wir müssen uns solidarisch mit der Ukraine zeigen. Die Opfer dürfen nicht vergebens sein, gemeinsam können wir eine Zukunft schaffen, in der solche Tragödien der Vergangenheit angehören. Lasst uns gemeinsam für den Frieden einsetzen“, kommentierte Steinigen, selbst Biathlon-Olympiasieger 1992.

Der Rosenheimer Jonah Werner, seit Vereinsgründung äußerst aktives A4U-Mitglied, leitete eine Gruppe von Jugendlichen, die in Kooperation mit dem Rotaryclub Salzburg International zusammengestellt worden war, um die Spiele live vor Ort mitzuerleben. „Wir sind vier Ukrainerinnen, vier Österreicherinnen, ein Russe, ein Italiener und eine Ungarin, die den olympischen Geist in all seiner Vielfalt erleben und genießen“, schrieb er vergangene Woche. Eine davon ist die zehnjährige Barbara, die ab September auf ein Gymnasium in München geht. Sie spielt professionell Schach und liebt die rhythmische Sportgymnastik. Vor dem Eiffelturm zeigte Barbara ihre Künste. „Seit über zwei Jahren ist sie nicht mehr in ihrer Heimat Kiew gewesen. Sie vermisst ihr Zuhause und möchte, sobald der Krieg vorbei ist, schnell wieder zurück“, sagt Jonah Werner. Und alle unterstützen natürlich die „Aktion 450+“. Dies sei ganz im Sinne der olympischen Werte: „Lasst ein bisschen Liebe da und zeigt, dass wir gemeinsam den olympischen Geist feiern und daran erinnern, dass Sport eine Brücke der Freundschaft und des Verständnisses sein kann“, sagt Werner. kk

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