Die OVB-Heimatzeitungen beantworten samstags spannende Fragen rund um die aktuelle Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen über „Heldinnen und Helden“.
Warum galten Ritter früher als Helden?
Ritter galten früher als Helden, weil sie die Ideale von Mut, Ehre und Tapferkeit verkörperten. In einer Zeit, in der das Mittelalter von Krieg und Unruhen geprägt war, standen Ritter als Beschützer der Schwachen und Verteidiger der Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Sie wurden oft in glänzenden Rüstungen dargestellt, reitend auf edlen Pferden, bereit, in den Kampf zu ziehen, um ihre Herren und ihr Land zu verteidigen.
Ihre Ausbildung und ihr Ehrenkodex, bekannt als Ritterlichkeit, verlangten nicht nur kriegerische Fähigkeiten, sondern auch Tugenden wie Loyalität, Großzügigkeit und Höflichkeit. Durch literarische Werke wie die Artussage wurden Ritter in den Geschichten als nahezu übermenschliche Figuren verewigt, die gegen Drachen kämpften und Jungfrauen retteten. Diese Erzählungen verstärkten das Bild des Ritters als idealer Held. Auch Turniere und ritterliche Wettkämpfe trugen dazu bei, ihr Ansehen und ihre Popularität in der Gesellschaft zu festigen.