Amtswechsel am Staatlichen Bauamt Rosenheim

von Redaktion

Dr. Hermann Streicher ist neuer Bereichsleiter für Straßenbau – Vorgänger Stefan Leitner verabschiedet

Rosenheim – Der neue Bereichsleiter für den Straßenbau, Dr.-Ing. Hermann Streicher, wurde kürzlich offiziell in sein Amt eingeführt und sein Vorgänger Stefan Leitner verabschiedet. Zur Feierstunde, die vom Harfenspiel von Paula Streicher begleitet wurde, begrüßte die Leiterin des Bauamtes, Doris Lackerbauer, 75 Gäste im Amtsgebäude in der Wittelsbacherstraße.

Professor Christian Schiebel, der als Vertreter der Regierung von Oberbayern die formelle Amtsübergabe vornahm, ging in seiner Festrede auf die Leistungen der Straßenbauer ein, die durch die Schaffung von Infrastruktur zum Funktionieren der Gesellschaft und deren Wohlstand beitragen. Er würde sich wünschen, dass in Deutschland wieder mehr Ingenieure ausgebildet werden, die an die großen Leistungen der Vergangenheit wie die Erfindung von Motoren, Computern und Fernsehen anknüpfen. Schiebel würdigte in diesem Zusammenhang die Leistungen von Leitner. Er hat zum Ausbau der A9 und der A99 und zur Anbindung der Allianz-Arena beigetragen. Seine große Leistung für Rosenheim sei sein Mitwirken am Bau der Westtangente.

In seinem Grußwort sagte der Leiter der Abteilung Straßen- und Brückenbau am bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Professor Dr.-Ing. Wolfgang Wüst, dass auf Streicher eine große Aufgabe zukommt. Straßenbau und Straßenerhalt seien notwendig, hätten bei der Bevölkerung aber nicht das beste Image. „Straßenbau ist nichts für Feiglinge“, so Wüst. Es wird immer mehr dagegen protestiert, „seltsamerweise ist das auch bei Radwegen so“. Die erste große Aufgabe von Streicher wird die Fertigstellung der Westtangente sein.

Leitner war nach seinem Bauingenieur-Studium an der Technischen Universität München (TUM) und seinem Referendariat bis 2005 bei der Autobahndirektion Südbayern und anschließend bis 2019 in Landshut. Obwohl ihm die Arbeit in Rosenheim „Spaß gemacht hat“ und er hier „gute Kollegen“ hatte, hat er sich für den Wechsel nach Landshut entschieden, was näher an seinem Wohnsitz liegt, wodurch er viel Fahrzeit spart.

Sein Nachfolger, Dr.-Ing. Hermann Streicher, studierte von 1994 bis 1999 Bauingenieurwesen an der TUM und arbeitete anschließend bis 2004 am Lehrstuhl, wo er sich mit der Zuverlässigkeit von Bauwerken beschäftigte und promoviert wurde. Danach arbeitete er bis 2006 bei der staatlichen Bauverwaltung, bis 2010 als Abteilungsleiter in Kempten, bis 2018 am Bauamt Weilheim und bis Juni 2024 im bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr in München.

Alfred Schubert

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