Allen Kindern die gleichen Rechte geben

von Redaktion

Franziska Heywinkel (PdH)

Mein Name ist Franziska Heywinkel, ich bin 33 Jahre alt, wohne im Kreis Rosenheim und kandidiere für die Partei der Humanisten (PdH). Nach meiner Ausbildung habe ich acht Jahre als Ergotherapeutin gearbeitet, nebenberuflich Psychologie (Bachelor of Science) studiert, bin derzeit in Elternzeit und studiere an der Technischen Universität Gesundheits- und Pflegewissenschaften (Bachelor of Education).

Politische PdH-Kernthemen sind Säkularisierung, faktenbasierte Politik mit wissenschaftlicher Grundlage und Menschenrechte.

Mein Herzensthema in der Politik: Kinderrechte.

Vor zwei Jahren bin ich auf das Thema der genitalen Zwangseingriffe bei männlichen Kindern aufmerksam geworden. Das hat mich zutiefst erschüttert und ich wollte mich dafür einsetzen, dass alle Kinder die gleichen Rechte bekommen. Seit 2012 sind genitale Zwangseingriffe im Rahmen der Personenfürsorge durch den Paragraf 1631d, BGB, legal. Durch dieses Gesetz schreiben wir Kindern, je nach ihrer genitalen Ausstattung, unterschiedliche Rechte zu. Das ist unethisch und hat mit einer freien Demokratie, in der alle Menschen die gleichen Rechte haben, nichts zu tun.

Ich habe erkannt, dass es viel Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft gibt und ich fühle mich verantwortlich, das zu ändern.

Ich nehme meine Verantwortung für eine gerechte, freie und selbstbestimmte Zukunft sehr ernst. Ein politisches Ziel von mir ist es, den Paragraf 1631d, BGB, abzuschaffen, wie es auch vom Bundesverband der Kinder- und Jugendärzt*innen gefordert wird.

Ein weiteres Ziel: Bildung, wie es beispielsweise in Finnland und Schweden der Fall ist, für alle Kinder kostenlos gestalten – eine konkrete Forderung der PdH. Krippen, Kindergärten und Schulen sollen für alle Kinder kostenlos sein. So könnte man einkommensschwache Familien unterstützen. Finanzierbar ist dies etwa durch eine höhere Besteuerung von Dienstwagen mit besonders hohem CO2-Ausstoß, einer stärkeren Bekämpfung von Steuerhinterziehung und der Einstellung aller finanziellen Staatsleistungen an die Kirchen.

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