„Stadt und Land san heit beinand“

von Redaktion

Die Faschingsgilden aus der Region glänzten mit spektakulären Darbietungen beim diesjährigen Stadt- und Landball im Kuko in Rosenheim. Atemberaubende Showeinlagen, romantische Walzer und sich verausgabende Prinzen versetzten das Publikum in Staunen.

Rosenheim – „Für mich ist der Stadt- und Landball im Kuko eine perfekte Mischung aus Faschingsshow, Tanz und Geselligkeit“, sagte Landrat Otto Lederer am Samstag begeistert. Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März setzte noch einen drauf: „Was die jungen Menschen von Stadt und Land auf die Bühnenbretter zaubern, setzt mich jedes Jahr in Erstaunen.“

Das traf die Stimmung im ausverkauften Saal perfekt, war es doch einmal mehr ein festlicher Abend voller Tanz, Tradition und Gardenglanz.

Ein Höhepunkt
jagt den nächsten

Sechs fantastische Faschingsgilden aus der Region und die Gastgebergilde Rosenheim übertrafen einmal mehr alle Erwartungen. Die Prinzenpaare glänzten mit ihren Garden durch atemberaubende Choreografien, farbenprächtige Kostüme und eindrucksvolle Showeinlagen.

Und natürlich mittendrin: das Gastgeber-Prinzenpaar Prinz Andreas IV., galaktischer Regent aus der Welt der artistischen Räder, und Prinzessin Sophia I., glitzernde Akrobatin aus dem Land des Funkelstroms. Die beiden eröffneten den Abend mit ihrem festlichen Prinzenpaarwalzer und dem Gardemarsch der Faschingsgilde Rosenheim und hießen alle Gäste gebührend willkommen.

Mit kämpferischer Gestik und Aufmachung schützte der Elferrat der Faschingsgesellschaft Flintsbach-Fischbach die hübschen Mädchen seiner Faschingsgarde und vor allem das Prinzenpaar. Unter dem Motto „Hellas Karnivali – Flintsbach im antiken Griechenland“ setzten die Gardemädchen den ersten Höhepunkt des Showabends, der noch getoppt wurde vom Tanz des Prinzenpaars Annalena I., reizenden Göttin überm Mondscheinwinkel, und Michael I., großer Sohn vom Olymp der Flaken.

Danach wurde die Bühne frei für die Faschingsgilde Vagen, die sich für ihr 60. Jubiläum besonders ins Zeug legte. Das diesjährige Motto überraschte da nicht: „Die Faschingsgilde Vagen greift nach den Sternen“, lautete es. Mit Fanfaren, leuchtenden Kostümen und akrobatischen Einlagen der Faschingsgarde verzauberten die Vagener das Publikum.

Prinzessin Franziska I. und Prinz Florian II. begeisterten mit ihrem Showtanz zu lateinamerikanischen Samba-Rhythmen und ihrem sportlich-tänzerischen Einsatz. Besonders der Prinz verausgabte sich völlig, was das Publikum mit viel Applaus honorierte.

Die Faschingsgilde Aschau setzte den idealen Kontrast dazu. Sie führte einen klassischen Marsch auf, passend zu ihrem Thema „Bella Venezia – Aschau im Glanz des Maskenballs“. Ein Augenschmaus an Power und Tanzvergnügen, wurde dargeboten, der mit viel Beifall belohnt wurde.

Aus gutem Grund legte sich auch die Stadtgarde Wasserburg heuer besonders ins Zeug, galt es doch auch ihr 60-jähriges Jubiläum zu feiern – und zwar mit der dargebotenen Geschichte über die Inn-Krieger. Zwei gegnerische Stämme beanspruchen einen magischen Stein für sich, um über die Welt zu herrschen. Toll, was da an Ideen mit viel Idealismus und Tanzkönnen auf die Bühnenbretter gezaubert wurde! Besonders erfreulich war auch, dass es, wie in Wasserburg jedes fünfte Jahr üblich, in diesem Jahr wieder ein Prinzenpaar gibt. Dieses ließ es sich nicht nehmen, sich glänzend ins Programm einzubringen. Schön auch ihre Titel: Prinzessin Julia I., bereits geboren im Tanzschuh und Herrscherin über das Mischverhältnis des weißen Pulvers, und Prinz Stefan I., tanzgeformt durch Rock‘n‘Roll und Herrscher über die Hilfsbedürftigen der Notmedizin.

Die Faschingsgilde Vogtareuth gab sich heuer ein eindeutiges Motto: „Verrückt und Grenzenlos – Vogtareuth im Festivalmodus“. Prinzessin Franziska I., schillernde Regentin über Tanz und Glanz aus dem Palast der heilenden Hände, und Prinz Florian I., Herrscher über Zahlen und Schnellstraßen aus dem Reich des wilden Nachtlebens, verkörperten das Motto perfekt. So überraschte es nicht, dass sie gemeinsam mit der Garde in glitzernden Kostümen das Publikum mitrissen. Langanhaltender Applaus brandete auf – der Dank für die gezeigte Leistung.

Das Thema der Faschingsgilde Bad Aibling ließ viel erwarten: „Einmalig und unvergessen – Bad Aibling feiert die One Hit Wonder“. Noch nie gab es in der Geschichte der Gilde so viele Akteure. 18 Tänzerinnen, umgarnt von vier Tänzern begeisterten das Publikum durch eine perfekte Power-Show, mit tollen Melodien, perfekten Drehungen und eindrucksvollen Hebefiguren. Das Prinzenpaar Johanna I., kreative Regentin der edlen Schaumkronen aus dem Reich der Willinger Dirndln, und Thomas IV., golfender Herrscher aus dem Hause der meisterlichen Trockenbauer, krönten die Darbietung mit ihrer Showeinlage.

Zum krönendem Abschluss zeigte die Faschingsgarde Rosenheim ihr mit Spannung erwartetes Showprogramm. Ihr diesjähriges Motto:  „Mission Rosalia – Undercover am Max-Josefs-Platz“.

Faszinierende
Welt der Agenten

Das Publikum ließ sich hineinziehen in die faszinierende Welt voller Geheimnisse, Charme und Agenteneleganz, die inspiriert war von James Bond, Mission Impossible und Men in Black. Was dabei an Akrobatik, Power und Tanzkunst gezeigt wurde, war erstklassig. Das Showprogramm war ein echter Höhepunkt, der dem Ballabend eine würdige Krone aufsetzte.

Im Anschluss hieß es: Tanz und Musik für alle Ballgäste. Die Partyband „Nebrasska“ sorgte für beste Tanzmusik und in der Bar brachte DJ Nik Horner Stimmung in die Nacht. Ob Wiener Walzer oder mitreißende Partysounds – der Abend bot für jeden Musikgeschmack das Richtige.

Weitere Bilder vom Stadt- und Landball finden Sie bei uns im Internet unter ovb-online.de.

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