Im Fußball wäre es ein 8:4 – Viel Frauenpower im Wahlkreis Rosenheim

von Redaktion

Acht Kandidatinnen kämpfen um das Rosenheimer Direktmandat – „The winner takes it all“ – Wer folgt auf Ramsauer?

Rosenheim/Mühldorf/Traunstein/Berlin – Bei der Bundestagswahl am 23. Februar entscheiden die Wähler in den heimischen Wahlkreisen Rosenheim, Traunstein-Berchtesgadener Land sowie Altötting-Mühldorf nicht nur darüber, wer künftig in Berlin regiert, sondern auch darüber, welche Kandidaten aus der Region ins Parlament kommen.

Im Wahlkreis Rosenheim, der die kreisfreie Stadt Rosenheim und den Landkreis Rosenheim umfasst, sind die weiblichen Bewerberinnen unter den insgesamt zwölf Erststimmenkandidaten deutlich in der Überzahl. Acht Frauen und vier Männer bewerben sich um das Rosenheimer Direktmandat, das nach dem Motto „The winner takes it all” vergeben wird.

Im Einzelnen sind dies: Daniela Ludwig, Kolbermoor (CSU); Reka Molnar, Rosenheim (SPD); Victoria Broßart, Rosenheim (Grüne); Marcus Moga, Rosenheim (FDP); Leyla Bilge, Rosenheim (AfD); Sepp Hofer, Halfing, (FW); Ates Gürpinar, Rosenheim (Linke); Peggy Galic, Rosenheim („dieBasis“); Peter Steyrer, Tuntenhausen (Tierschutzpartei); Jana Jacob, Rosenheim (Volt Deutschland); Franziska Heywinkel, Bad Aibling (PdH) sowie Christiane Angela Wegner, Prien (Bündnis Deutschland).

Im Wahlkreis Altötting-Mühldorf sind es neun Bewerber um das Direktmandat, darunter sieben Männer und zwei Frauen: Stephan Mayer (CSU), Jürgen Fernengel (SPD), Peter Biela (Grüne), Sandra Bubendorfer-Licht (FDP), Andreas Wahrlich (AfD), Klaus Hamal (FW), Julia Weisenberger (Linke), Hans Schiffbahn („dieBasis“), Martin Antwerpen (ÖDP).

Im Wahlkreis Traunstein-Berchtesgadener Land sind es sechs Männer und drei Frauen, die direkt den Weg nach Berlin antreten wollen: Siegfried Walch (CSU), Dr. Bärbel Kofler (SPD), Ulrike Schweiger (Grüne), Albert Duin (FDP), Dr. Christoph Birghan (AfD), Hans Jürgen Reiner (FW), Rudolf Kreuzeder (Linke), Veronika Herwegh („dieBasis“), Helmut Kauer (ÖDP).

Zuletzt war der Wahlkreis Rosenheim mit zwei Abgeordneten im Bundestag vertreten: Daniela Ludwig (CSU), schon seit 2002 in Berlin, und Ates Gürpinar (Linke), der 2021 über die Landesliste den Sprung nach Berlin schaffte.

Der Wahlkreis Traunstein-Berchtesgadener Land hat ebenfalls zwei Vertreter in Berlin. Dr. Peter Ramsauer (CSU) hört nach 35 Jahren als direkt gewählter Traunsteiner Bundestagsabgeordneter jetzt allerdings mit 70 Jahren auf und tritt 2025 nicht mehr an. Dr. Bärbel Kofler (SPD) sitzt seit 2004 im Bundestag. Sie schaffte den Einzug stets über die Landesliste ihrer Partei und hat auch diesmal mit Listenplatz 2 in Bayern gute Chancen, auch dem neuen Bundestag anzugehören.

Für den Wahlkreis Altötting-Mühldorf gehört Stephan Maier (CSU) dem Parlament seit 2002 als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter an. Sandra Bubendorfer-Licht (FDP) sitzt seit 2019 im Bundestag. Sie schaffte den Einzug über die Landesliste ihrer Partei. 2019 war sie für den verstorbenen FDP-Abgeordneten Jimmy Schulz ins Parlament nachgerückt.

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Das könnte nach der Bundestagswahl auf Traunstein zutreffen. Wenn Landrat Siegfried Walch (CSU) direkt nach Berlin gewählt wird, braucht der Wahlkreis einen neuen Landrat. Zunächst wird Landrats-Stellvertreter Josef Konhäuser (SPD) die Amtsgeschäfte übernehmen. Das Wahlgesetz sieht vor, dass innerhalb von drei Monaten eine Neuwahl stattfinden soll. Die gewählte Person hätte dann eine etwas längere Amtszeit – bis zum regulären Kommunalwahltermin 2032. Im Rahmen der Kommunalwahl im März 2026 würde „nur“ der Kreistag neu gewählt. Ludwig Simeth

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