Rosenheim – Der Baubeginn für die geplante Campuserweiterung der Technischen Hochschule Rosenheim rückt näher. Mit der „Arbeitsgemeinschaft TH Rosenheim“, bestehend aus der Hochtief Infrastructure GmbH und der Rubner Holzbau GmbH, konnte der Auftrag an ein Totalunternehmer-Joint-Venture mit großer Erfahrung bei der Realisierung von Großbaumaßnahmen vergeben werden. Die gemeinsame Unterschrift unter den Vertrag, die am gestrigen Freitag erfolgte, hat diese Auftragserteilung offiziell besiegelt. Zuvor hatte der Rosenheimer Stadtrat die notwendigen Genehmigungen für die bauvorbereitenden Maßnahmen erteilt.
Als nachgeordnete Behörde des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr vertritt das Staatliche Bauamt Rosenheim bei diesem Projekt den Freistaat Bayern als Bauherrn, wie es in der Pressemitteilung heißt.
Dafür wurde im Staatlichen Bauamt Rosenheim ein mehrköpfiges Projektteam zusammengestellt. Der Gebäudekomplex soll in hybrider Holzbauweise realisiert werden und mit dem „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“ (BNB) ein Goldzertifikat erreichen. Verkehrsminister Christian Bernreiter betont den Vorbildcharakter des Bauprojektes: „Wir schaffen hier nachhaltige und hocheffiziente Gebäude mit einer hohen Nutzungsqualität. Der Freistaat Bayern setzt hervorragend die Ziele in Bezug auf Energieeffizienz, solarer Stromgewinnung und Elektromobilität um.“
Entstehen wird in angrenzender Nähe zur Technischen Hochschule ein innovativer Technologiepark mit einer Vielzahl an Hallen- und Laborflächen für Forschung und Lehre. Daneben wird ein weiteres Gebäude realisiert, das neben einem digitalen Lernzentrum – die Bibliothek der Zukunft – eine neue Mensa sowie ein Studierendenzentrum beinhalten wird. Doris Lackerbauer, Behördenleiterin des Staatlichen Bauamtes Rosenheim: „Dieses Projekt ist das größte in der Geschichte des Staatlichen Bauamtes Rosenheim. Wir freuen uns sehr, es mit allen Projektbeteiligten zu realisieren.“
Notwendig ist der Neubau wegen des Wachstums der Technischen Hochschule Rosenheim und vor allem mit Blick auf die wichtige Forschung und Lehre in zentralen Zukunftsfeldern. Auftraggeber ist das Bayerische Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Gefördert wird der Neubau im Rahmen der „Hightech Agenda Bayern“ durch die Bayerische Staatsregierung.
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume: „Die Tinte ist trocken, jetzt kann’s losgehen. Wir unterstützen die TH Rosenheim auf ihrem tollen Expansionskurs. Möglich machen wir das mit unserer 5,5 Milliarden schweren Hightech- Agenda Bayern.“
Die besondere Bedeutung des Projektes für die zukünftige Entwicklung des Campus Rosenheim unterstreicht auch Professor Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim: „Der Technologiepark bedeutet einen Quantensprung bei der Ausbildung von gefragten Fachkräften. Mit dem Mega-Projekt können wir unseren Erfolgsweg auf einem neuen Niveau fortsetzen“.
Nach einem europaweiten Vergabeverfahren wurde die „ArGe TH Rosenheim“ mit der Durchführung des Projekts beauftragt. Thomas Kirchberger, Niederlassungsleiter Hochtief Building München, und Andreas Fischer, Geschäftsführer Rubner Augsburg, für die „ArGe TH Rosenheim“: „Die Beauftragung, den Neubau der Technischen Hochschule Rosenheim realisieren zu dürfen, erfüllt uns mit Stolz und Freude.
Die Projektkonstellation hat es uns erlaubt, ein starkes Projektteam zu schaffen, in dem wir nun partnerschaftlich und mit maximaler Kompetenz und Motivation dieses anspruchsvolle Campusprojekt mit seinem außergewöhnlich großen Holzbauvolumen umsetzen werden. Als Totalunternehmer können wir hier bereits in der frühen Planung die Erfahrung unserer Experten einbringen.“
Der Technologiepark und das Studierendenzentrum – nach einem Entwurf des Architekturbüros Dietrich Untertrifaller – werden auf dem Gelände der ehemaligen Bogensiedlung, zwischen Hochschulstraße und Westerndorfer Straße in Rosenheim, entstehen.
Der Zweite Bürgermeister von Rosenheim und Kuratoriumsvorsitzende der Technischen Hochschule, Daniel Artmann, hebt vor allem die Bedeutung des Neubaus für die Region hervor und spricht von einem wegweisenden Zukunftsprojekt. „Mit einer Investition von über 320 Millionen Euro durch den Freistaat Bayern setzen wir ein starkes Zeichen für Bildung, Innovation und wirtschaftliche Stärke. Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Rosenheim und zur nachhaltigen Stärkung unserer Wirtschaft in der gesamten Region 18.“
Der Spatenstich ist für Mitte dieses Jahres geplant.