Bauernhof brennt lichterloh

von Redaktion

Großeinsatz in der Nacht zu Freitag, 21. Februar: Zahlreiche Feuerwehrkräfte rücken nach Eichleiten bei Evenhausen im Gemeindegebiet von Amerang aus. Der Vollbrand auf dem Bauernhof ist rasch unter Kontrolle – doch die Frage nach der genauen Ursache schwelt weiter.

Evenhausen/Amerang – Freitagmorgen, die Temperaturen liegen knapp über dem Gefrierpunkt, vereinzelt zwitschern Vögel, die Sonne lacht. Langsam kündigt sich der Frühling an. Über diesen noch kühlen Februartag liegt ein beißender Brandgeruch, der kilometerweit zu vernehmen ist.

In den frühen Morgenstunden des 21. Februars brach ein Feuer aus im Anwesen in Eichleiten, einem kleinen Weiler kurz vor Evenhausen.

Als „Voll-Katastrophe“ fasst der Kommandant der Ameranger Feuerwehr, Markus Hackl, die Situation mit einem Blick auf das noch rauchende Gebäude zusammen.

Zusammen mit Florian Gantner, dem stellvertretenden Kommandanten der ansässigen Feuerwehr Evenhausen, leitet Hackl den Einsatz. Zu den ersten Vermutungen, die unter anderem durch den Pressebericht der Polizei Wasserburg an die Öffentlichkeit drangen, dass ein Hybrid-Auto den Brand ausgelöst habe, gaben sie keine Stellungnahme ab: „Zur Ursache treffen wir keine Aussage, das ist Aufgabe der Brandermittler.“

Ähnliche Worte findet Michael Spessa, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen: „Die Ursachenforschung läuft. Gutachter prüfen die Lage vor Ort, wie und wo genau der Brandherd entstanden ist. Für eine definierte Aussage aber ist es noch viel zu früh.“

Fakt ist: Ein Hybridauto der Marke Volvo befand sich in unmittelbarer Umgebung der mutmaßlichen Brandentwicklung. Ob der Wagen ursächlich zur Feuerentwicklung beitrug, müssen die weiteren Ermittlungen klären.

Die Flammen fraßen sich fast vollständig durch den Heustadl im Wirtschaftstrakt, mehrere Autos und ein Boot im Inneren brannten komplett aus. Doch die Anwohner hatten Glück im Unglück: Das direkt angrenzende Wohnhaus, das in den 80er-Jahren erbaut wurde, blieb größtenteils verschont und wurde lediglich durch die Löscharbeiten der Wehren in Mitleidenschaft gezogen.

Der Schock sitzt dennoch tief. Die Anwohner seien in der Nacht vom Rauchmelder geweckt worden und hätten sofort die Feuerwehr alarmiert. Ihrem schnellen Handeln ist es wohl zu verdanken, dass nicht mehr passiert ist, die Flammen nicht auf das Wohnhaus übergreifen konnten.

Verletzt wurde niemand, die Bewohner retteten sich selbstständig ins Freie. Die Pferde, die auf dem Bauernhof leben, befanden sich zum Zeitpunkt des Geschehens auf der Koppel.

Circa 120 Einsatzkräfte der Feuerwehren Amerang, Evenhausen, Kirchensur, Schönberg, Babensham, Schonstett, Obing sowie der Stadt Wasserburg waren in Eichleiten im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Mit einem Gerätewagen Atemschutz unterstützend vor Ort war die Rosenheimer Wehr, ebenso wie die gesamte Kreisbrandinspektion des Landkreises.

Der Sachschaden liegt ersten Schätzungen der Ermittler zufolge im siebenstelligen Bereich.

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