Nach Bluttat an Tochter: Motiv gibt Rätsel auf

von Redaktion

Kripo Mühldorf ermittelt auf Hochtouren

Mühldorf – Die Kriminalpolizei Mühldorf ermittelt gegen einen 85-Jährigen, der seine schwerbehinderte Tochter (41) lebensgefährlich verletzt haben soll. Dem Vater wird versuchte Tötung vorgeworfen.

Wie berichtet, soll der Mann am vergangenen Freitag gegen 7.40 Uhr mit einem Messer auf die 41-Jährige eingestochen haben. Danach wurde die Integrierte Leitstelle (ILS) über eine schwer verletzte Person alarmiert.

Der sehr dringende Verdacht gegen den 85-Jährigen, seine Tochter vorsätzlich mit dem Messer verletzt zu haben, habe sich bei Eintreffen der Polizei am Tatort von Anfang an erhärtet. Der Mann wurde von der Polizei vorläufig festgenommen.

Geschehen ist die schreckliche Bluttat im südlichen Landkreis Mühldorf. „In einer ganz kleinen Gemeinde“, so Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Weil dort jeder jeden kenne und somit leicht zu erraten wäre, um welche Personen es sich handelt, verzichte die Polizei auf die Nennung des Gemeindenamens, um die Familie zu schützen. „Darüber, wie das vonstatten ging, über die Anzahl der Messerstiche und wo die Frau getroffen wurde, sagen wir grundsätzlich nichts“, so Sonntag auf die Nachfrage des OVB zum Tathergang. Zum Tatzeitpunkt haben sich noch weitere Familienangehörige in dem Haus aufgehalten. Ob sie Augenzeugen der Messerattacke wurden? Auch dazu äußert sich der Polizeisprecher nicht. „Das ist Täterwissen, dazu sagen wir aus ermittlungstaktischen Gründen nichts.“

Der 85-Jährige befindet sich momentan in der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Fachklinik. Ob er auf Dauer dort bleiben wird oder in eine Justizvollzugsanstalt überstellt werden kann, wird die Staatsanwaltschaft zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Seine schwer verletzte Tochter wurde am Freitag in einem Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt. „Ihre Verletzungen durch den Angriff waren wirklich lebensbedrohlich“, betont der Polizeisprecher. „Sie ist noch im Krankenhaus und ihr Zustand ist seit Freitag zum Glück weiterhin stabil.“ Christa Latta

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