Nachwuchsmangel ein großes Problem beim Kolping-Bezirk

von Redaktion

Franz Besel bei Jahreshauptversammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt – Dank an Amtsvorgänger

Rohrdorf/Rosenheim – Zwölf Jahre stand Eberhard Häfele an der Spitze des Bezirkes Rosenheim der Kolpingsfamilien, der 575 Mitglieder aufweist. Jetzt legte er sein Amt in jüngere Hände.

„Ich danke dem Eberhard für seine tolle Arbeit und werde mich bemühen, den Verband in seinem Sinne weiterzuführen.“ Dieses Versprechen gab Franz Besel, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Bad Aibling, den Delegierten, nachdem sie ihn bei der Neuwahl im Rohrdorfer Pfarrheim einstimmig als Häfeles Nachfolger gewählt hatten.

Besel kann bei seiner künftigen Arbeit auf die Unterstützung eines bewährten Teams setzen. Ebenfalls einstimmig wurden Paul Mehlhart als sein Stellvertreter, Schriftführerin Barbara Huber, Schatzmeisterin Uschi Liegl und Präses Georg Neumaier in ihren Ämtern bestätigt. Als Kassenprüfer fungieren weiterhin Axel Eberle und Markus Zaus.

In seinem letzten Rechenschaftsbericht listete Häfele nochmals die wichtigsten Aktivitäten des Kolping-Bezirks im vergangenen Jahr auf. Er erinnerte unter anderem an die Bezirkswallfahrt nach Kirchwald, das Josefi-Schafkopfen und eine Abendveranstaltung mit der bei der katholischen Kirche in Rosenheim tätigen Gemeindereferentin Hannelore Maurer, die bei dieser Gelegenheit ihr Buch „Seelenbilder“ vorstellte.

Als größtes Problem des Verbandes bezeichnete Häfele den Mangel an Nachwuchs. Eine unmittelbare Folge davon sei ein immer höher werdendes Durchschnittsalter der Mitglieder. „Hier gegenzusteuern, das ist eine wichtige Aufgabe“, sagte der scheidende Vorsitzende an die Adresse seines Nachfolgers gerichtet. Dieser nahm den Ball auf und nannte die Jugendarbeit der Kolpingsfamilien ein wichtiges Ziel. „Das muss vor Ort beginnen“, zeigte sich der neue Bezirksvorsitzende überzeugt.

Nachdem Schatzmeisterin Uschi Liegl von einer positiven Finanzlage berichtet und ihr Axel Eberle eine einwandfreie Kassenführung bestätigt hatte, war die Entlastung der alten Vorstandschaft Formsache.

Präses Georg Neumaier wertete das bei der Jahreshauptversammlung voll besetzte Pfarrheim als ein eindeutiges Zeichen hierfür, „dass Kolping trotz aller Probleme im Landkreis Rosenheim lebt.“

Er appellierte an die Mitglieder, „in einer Zeit der Veränderung das Morgen aktiv mitzugestalten.“ Nicht nur der Bezirk stehe vor dem Spagat, das Wünschenswerte und das Mögliche in Einklang zu bringen.

Diözesanvorsitzender Emil Schneider stellte in seinen Ausführungen kurz die wichtigsten Aktivitäten auf Diözesanebene vor und nutzte die Gelegenheit, Häfele ebenfalls für sein Engagement zu danken. Er erinnerte daran, dass dieser insgesamt 30 Jahre dem Vorstand des Kolping-Bezirkes Rosenheim angehört habe, davon die letzten zwölf Jahre als Vorsitzender. „Das ist eine lange Amtszeit. Respekt, was der Eberhard alles geleistet hat“, sagte Schneider.

Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Paul Mehlhart überreichte Häfele als äußeres Zeichen des Dankes einen Gutschein und lobte ebenfalls dessen Wirken. „Du hast den Verband in einer ruhigen, aber bestimmten Art gut geführt. Es war für uns sehr angenehm, mit dir zusammenzuarbeiten“, so Mehlhart.Norbert Kotter

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