Sudelfeldpass wird „geprüft“

von Redaktion

Die Daten wurden erhoben, Fachabteilungen befragt und Gespräche angekündigt. Bezüglich einer möglichen Sperre für Motorradfahrer am Sudelfeld ist jedoch noch nichts passiert. Doch kurz vor dem Start in die neue Saison gibt es Neuigkeiten – und eine konkrete Prüfung.

Rosenheim/Oberaudorf/Bayrischzell – Die Sonne scheint, der Frühling kommt, und die ersten Motorradliebhaber bringen ihre Maschinen bereits auf Vordermann. Üblicherweise ist das die Zeit, in der die Passstraße am Sudelfeld wieder in den Fokus rückt. Sei es durch die Biker selbst oder deren Gegner. Denn einige Anwohner in Bayrischzell und Oberaudorf sowie die Brannenburger Polizisten sind meist nicht begeistert über die Anzahl und vor allem das Tempo, mit dem die Fahrer unterwegs sind.

Gefährliche
Rennen

Ein aktuelles Beispiel: „Am ersten warmen Wochenende Ende März haben wir wieder schwere Geschwindigkeitsverstöße aufgenommen“, sagte ein Sprecher der Brannenburger Polizei.

Wie gewohnt, waren einige Polizisten am Sudelfeld, um dort das gefährliche Rasen durch die engen Kurven zu verhindern. Nicht mit vollem Erfolg: „Ein 23-Jähriger aus Österreich, wurde mit seiner KTM Supermoto mit einer Geschwindigkeit von 125 km/h bei 60 km/h gemessen”, sagt der Beamte. Damit war der Österreicher der Spitzenreiter am Tag der Kontrolle. Die Folge sind 600 Euro Strafe, zwei Punkte sowie zwei Monate Fahrverbot.

Doch passiert in dieser Saison mehr als der übliche Appell der Behörden? Nachdem in den vergangenen Jahren die Stimmen für ein Fahrverbot immer lauter wurden, kam im Jahr 2024 eine Arbeitsgruppe im Rosenheimer Landratsamt zusammen, um die Lage zu bewerten.

Nachdem sich die Vertreter aus Rosenheim, Miesbach sowie der Regierung von Oberbayern, des Staatlichen Bauamts und der Polizei mittlerweile getroffen haben, geht es jetzt einen Schritt weiter: „Alle relevanten Daten sind ausgewertet. Nun steht die rechtliche Prüfung an”, bestätigt Simone Beigel, Pressesprecherin des Rosenheimer Landratsamtes.

Auf weitere Nachfrage wird deutlich, dass konkret „eine beschränkende Maßnahme” erörtert wird. Welche das ist, wird nicht beantwortet.

Nach der vorangegangenen Diskussion ist es allerdings wahrscheinlich, dass es sich dabei um ein ähnliches Verbot handelt, wie im Landkreis Bad-Tölz/Wolfratshausen. Dort ist der Kesselberg für die Biker täglich zwischen 15 und 22 Uhr gesperrt.

Zu spät für
die Saison?

Egal, was geprüft wird und was dabei herauskommt. Für die kommende Saison könnte es abermals zu spät sein. „Mit einem Ergebnis der Prüfung rechnen wir im Laufe des Aprils”, sagt Beigel.

Wie es dann weitergeht, hänge von den Ergebnissen ab. Mindestens bis dahin wird die Brannenburger Polizei am Sudelfeld wieder einiges zu tun haben.

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