Rosenheim – Die Bundespolizei hat eine elfköpfige Gruppe afghanischer Staatsangehöriger festgenommen, nachdem diese versucht hatte, ohne gültige Ausweise mit einem Zug aus Italien illegal nach Deutschland einzureisen. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag, 6. April, kurz vor Rosenheim.
Wie die Bundespolizei mitteilt, handelte es sich um drei Männer, drei Frauen und vier Minderjährige, die laut eigenen Aussagen teilweise verwandt seien. Bei der Kontrolle konnten die Afghanen keine gültigen Papiere vorweisen. Im Gepäck eines 29-Jährigen fanden die Beamten zwei gefälschte afghanische Ausweise, die er nach eigenen Angaben bereits in Kabul erworben hatte. Aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten beim Ausstieg am Rosenheimer Bahnhof legte der Zug in Ostermünchen einen außerplanmäßigen Halt ein. Die gesamte Gruppe wurde mit mehreren Streifenwagen zur Dienststelle nach Rosenheim gebracht. Dort stellte sich heraus, dass alle Personen bereits in Italien behördlich registriert waren und sich dort mehrere Wochen bis Monate aufgehalten hatten.
Lebensbedingungen unbefriedigend
Sie gaben an, Italien aufgrund unbefriedigender Lebensbedingungen verlassen zu haben. Die Bundespolizei zeigte alle elf Afghanen wegen des Versuchs der unerlaubten Einreise an, der 29-Jährige erhielt zusätzlich eine Anzeige wegen Verschaffens falscher amtlicher Ausweise. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erfolgte die Zurückweisung nach Österreich.