Seuchengefahr nach dem Urlaub

von Redaktion

BBV warnt vor Maul- und Klauenseuche aus Osteuropa

Rosenheim – Aufgrund zunehmender Fälle von Maul- und Klauenseuche in Ungarn und der Slowakei warnt der Bayerische Bauernverband (BBV) aktuell eindringlich vor dem Risiko einer Einschleppung durch Reisende. Wie der BBV mitteilt, sind derzeit insgesamt zehn landwirtschaftliche Betriebe sowie mehrere Tausend Tiere in den beiden Ländern betroffen. Die Fälle konzentrieren sich auf die Region im Dreiländereck zwischen Ungarn, der Slowakei und Österreich.

Im Hinblick auf die Osterferien, die viele Menschen für Reisen oder Familienbesuche im Ausland nutzen, appelliert Carl von Butler, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes: „Verzichten Sie aufgrund der aktuellen Lage grundsätzlich auf Fleisch- und Milchprodukte als Mitbringsel aus dem Ausland. Und entsorgen Sie bitte auch Lebensmittelreste zum Schutz unserer Tiere auf keinen Fall in freier Natur.“

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die zwar für Menschen ungefährlich ist, für Klauentiere wie Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen sowie Wildwiederkäuer und einige Zootiere jedoch verheerende Folgen haben kann. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt zwischen erkrankten und gesunden Tieren, kann jedoch auch über Personen, Fahrzeuge und Haustiere stattfinden. Der BBV fordert deshalb auch Tierhalter in Bayern auf, die Biosicherheitsmaßnahmen auf ihren Betrieben zu überprüfen und gegebenenfalls zu verstärken.

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