Inngau plant Trachtenhöhepunkte

von Redaktion

Frühjahrsversammlung: Ostermünchen erhält Zuschlag für das Gaufest 2030

Rosenheim – „Der Inngau kann sich glücklich schätzen“, meinte Gauvorstand Pankraz Perfler, als die Gaufrühjahrsversammlung einstimmig beschloss, den Trachtlern vom GTEV „Almarausch“ Ostermünchen das Gaufest für 2030 zuzusprechen. „Wir haben unsere Gaufeste jetzt bis 2030 vergeben – und auch für 2031 gibt es bereits Gespräche.“

Die Ostermünchner Trachtler, die aus bekannten Gründen ihr ursprünglich geplantes Gaufest zum 100. Vereinsjubiläum im Jahr 2020 leider absagen mussten, seien nach wie vor „voller Motivation, ein Gaufest auszurichten“, betonte der Vorsitzende Andreas Neichl, und freuten sich sehr, dass sie das Gaufest zugesprochen bekamen.

So sind die Gaufeste 2030 (Ostermünchen), 2029 (Bairer Winkler), 2028 (Rott), 2027 (Flintsbach), 2026 (Nußdorf) und heuer, 2025 (Brannenburg), vergeben.

Große Vorfreude
auf Brannenburg

Um das anstehende Gaufest in Brannenburg ging es in einem weiteren Tagesordnungspunkt: Bereits in gut zwei Monaten findet das diesjährige Inngau-Gaufest in Brannenburg statt. Hierzu berichteten Vereinsvorsitzender Peter Zaggl sowie Festleiter Markus Vogt nach einem kurzen Grußwort des Brannenburger Bürgermeisters Matthias Jokisch über die Festvorbereitungen. Der Heimatabend mit Totengedenken findet am Freitag, 11. Juli, statt. Eine Neuerung am Gaufestsonntag, 13. Juli, wird sein, dass beim Kirchenzug der 1. und 3. Zug gemeinsam losgehen, um so schneller zur und von der Kirche zurückzukommen.

Umfangreiches Programm im Netz

Das Gaupreisplatteln findet heuer bereits am Samstag, 19. Juli, im Festzelt in Brannenburg statt. Begleitet wird der Wettbewerb von einem Trachten- und Handwerkermarkt: Vorbeischauen lohnt sich also auf jeden Fall. Alle Informationen rund um das Gaufest finden sich online auf der Webseite www.gaufest2025.de/.

Traditionell übergab Gauvorsitzender Pankraz Perfler an den Festverein eine Männerjoppe als Ehrengabe des Inngaus.

Die weiteren Punkte der Gaufrühjahrsversammlung umfassten zum Großteil die Berichte der Sachgebiete und der Gauvorstandschaft. Zweiter Gauvorsitzender Markus Kronberger berichtete aus der Sitzung des Landesausschusses Mitte März in Raubling über Neuerungen, die den Bayerischen Trachtenverband betreffen.

Sepp Bauer, der seit der Vorplattler- und Dirndlvertreterinnen-Versammlung das Amt des Gauvorplattlers innehat, erwähnte in seinem Bericht die Rekordteilnehmerzahl beim Gaujugenddirndldrahn am Sonntag, 3. November, vergangenen Jahres in Steinhöring.

Eine Mahnung beim Thema Gebietsproben

Weniger schön war hingegen die Beteiligung der Vereine bei den Gebietsproben: Hier wünscht er sich, dass die Vereine künftig wieder möglichst vollzählig anwesend sind.

Für das Gaupreisplatteln im Rahmen des diesjährigen Gaufestes laufen die Planungen, das Gaujugendpreisplatteln wird am Sonntag, 12. Oktober, stattfinden – hierfür wird noch ein Ausrichter gesucht. Gautanzwart Sebastian Gaar konnte von mehreren Tanzkursen in den Vereinen berichten: Diese sind immer eine große Freude für alle und er steht jederzeit gerne zur Verfügung.

Gaujugendleiterin Johanna Schweinsteiger warf in ihrem Bericht einen Blick auf 2026 voraus. Von Freitag bis Sonntag, 15. bis 17. Mai 2026, findet in Pfaffenhofen an der Ilm wieder ein Landesjugendtrachtenfest statt.

Die Zweite Gautrachtenwartin Cornelia Weinzierl rief dazu auf, beim bayernweiten „Tag der Tracht“, der jedes Jahr am 14. Juli stattfindet (heuer ein Montag), mitzumachen: Sei es, dass im „boarischen Gwand“ in die Arbeit oder etwa zum Einkaufen gegangen wird oder Veranstaltungen im Ort, der Schule oder im Kindergarten gemacht werden. Auch ein Fotowettbewerb wird wieder stattfinden. Die Brauchtumswarte blickten auf die Sachgebietstagung des Bayerischen Trachtenverbandes im Inngau zurück: Am Samstag, 8. März, trafen sich Brauchtumswarte aus ganz Bayern in Rohrdorf und berieten sich zum diesjährigen Schwerpunktthema „Laienspiel“. Die Veranstaltung mit schönem Rahmenprogramm war ein voller Erfolg und wurde von den bayerischen Brauchtumswarten sehr gelobt. Auf das Gaujugendsingen am Sonntag, 9. November, wies Zweite Gaumusikwartin Sabine Schwarzenbeck hin. Außerdem sei ein Advents- oder Weihnachtssingen geplant.

Online-Erfolge
durch „TraDi“

Gaupressewartin Adelheid Bonnetsmüller wies die Vereine auf die Möglichkeit hin, ihre Berichte auch auf der Gauwebseite einstellen zu können: Eine Mail an 1.gaupressewart@inngau. bayern genüge. Außerdem bat sie darum, das digitale Medium des Bayerischen Trachtenverbandes, den „TraDi – Tracht & Tradition digital“ in den Vereinen bekannter zu machen. Zudem berichtete sie, dass die Datenbank mit allen in den Trachtenkalendern seit 1922 genannten Amtsträgern und Vereinsdaten fertig ist. Dort können sämtliche Daten, die in den Kalendern gefunden werden können, angezeigt, gefiltert und verarbeitet werden. Die Vereinsvorstände haben einen Zugang erhalten, bei weiteren Fragen bitte an Adelheid Bonnetsmüller wenden.

Neue Preisrichter dringend gesucht

Preisrichterobmann Georg Sollinger wies auf die Dringlichkeit hin, dass neue Preisrichter benötigt werden. Aktuell sind 19 Preisrichter im Einsatz – zu wenig für die anstehenden Preisplatteln im Gau und in den Vereinen. Er bat die anwesenden Vorsitzenden darum, in den jeweiligen Vereinen geeigneten Nachwuchs zu suchen. Prädestiniert sind ehemalige Vorplattler, ehemalige Jugendleiter und ehemalige Gaugruppenmitglieder. Für die Interessenten ist ein Intensivkurs geplant, sodass sie schnell zum Einsatz kommen können. Wer Interesse an der wichtigen Aufgabe hat, könne sich gerne bei ihm melden.

Die Zahlen müssen natürlich stimmen

Gaukassier Hans Gschwendtner wies auf die Kassierschulung am Samstag, 31. Mai, um 10 Uhr in Rott für Vereinskassiere aus dem Inngau hin. Damit die Zuschussanträge für die Jugend- und Erwachsenenförderung künftig leichter auszufüllen sind (und auch korrekt sind), bietet er künftig zwei Onlinetermine an, in denen das Ausfüllen behandelt wird: am Dienstag, 27. Mai, für die Erwachsenen und am Mittwoch, 12. November, für die Jugendförderung. Eine Einladung folgt.

Perfler sicher: „Am Inngau geht´s guad“

Gauvorsitzender Pankraz Perfler ging in seinem Bericht auf die Planungen zum 125-jährigen Gaujubiläum im Jahr 2028 ein. Ideen seien willkommen und können beim Gauausschuss oder der Gauvorstandschaft vorgebracht werden. Das Jubiläum wird bei der Vorstände-Besprechung zu Beginn des kommenden Jahres ein Thema sein. „Am Inngau geht’s guad“, schloss er seinen Bericht und dankte für die stets gute Zusammenarbeit mit den Vereinen und dem Gauausschuss.

Nachdenkliches
zum Abschluss

Traditionell beendete der Zweite Gauvorsitzende Markus Kronberger mit nachdenklichen Worten die Gauversammlung: „Wir befinden uns in turbulenten Zeiten. Für uns bodenständige Leut‘ bedeutet das, dass wir für die jungen Leute Vorbild sein müssen. Standhaftigkeit, Zuversicht, Wertebeständigkeit und Gottvertrauen müssen weitergegeben werden.“

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