Österliche Leichtigkeit

von Redaktion

Zwischen Himmel und Erde

An den Osterfeiertagen ist sie in vielen Gottesdiensten wieder zu hören gewesen: Die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, die für mich in ihrer Leichtigkeit Auferstehung ganz konkret erahnen lässt. Dabei haben die vielen Kompositionen Mozart keinen bleibenden Wohlstand eingebracht. Am Ende ist er arm und wohl auch sehr einsam gestorben. Mangels Vermögen wurde er zusammen mit anderen in einem Armengrab bestattet, sodass es heute Spekulationen gibt, wo sich dieses Grab überhaupt genau befindet. Geblieben ist seine Musik, unbeschwert wie Mozart gelebt hat, oft sorglos in den Tag hinein. Nicht ganz einfach für seine Frau, wenn kein Geld im Haus vorhanden war. Mozart hat sich dagegen schon früh mit dem eigenen Tod auseinandergesetzt und den Gedanken daran als etwas Tröstendes und Beruhigendes empfunden. So oder so bleibt der Tod die größte Herausforderung, mit der wir in unserem menschlichen Leben konfrontiert sind. Die Erzählungen der Bibel berichten, dass die Frauen am Ostermorgen dazu aber eine innere Veränderung erfahren. Aus der Verzweiflung und Niedergeschlagenheit gelangen sie zur Hoffnung. Es ist eine neue Zuversicht, die sie wieder aufrichtet und nach vorn schauen lässt. Nicht jeder kann ein kleiner Mozart sein, dafür hat ausnahmslos jeder von uns andere Gaben. Vielleicht ist es auch besser, mit beiden Beinen gut geerdet im Leben zu stehen. Wenn die Feiertage vorbei sind und der Alltag uns wieder hat, möchte ich uns jedenfalls ein wenig von der österlichen Leichtigkeit seiner Musik wünschen.

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