Tuntenhausen – Ein Genuss für die Seele war der Festgottesdienst bei der diesjährigen Frühjahrswallfahrt des katholischen Männervereins Tuntenhausen. Christoph Klingan, Generalvikar des Erzbistums München und Freising, appellierte bei der Messe, dass die Kirche sich öffnen müsse.
Vorher freute sich Pfarrer Richard Basta, dass die Wallfahrer wieder den Weg zur Mutter Gottes nach Tuntenhausen gefunden haben und ihr ihre persönlichen Sorgen und Anliegen vortragen. Besonders begrüßte er die Politiker aus Bundestag (Daniela Ludwig) und Landtag (Sebastian Friesinger) sowie Landrat Otto Lederer und den Leiter der Staatskanzlei Dr. Florian Hermann sowie Innenminister Joachim Herrmann. Als Ehrengäste waren zudem Prinz Dr. Erich von Lobkowicz und Prinz Peter von Lobkowicz anwesend.
„Die katholische Kirche hat derzeit bewegte Zeiten“, betonte Basta und meinte dies nicht nur auf den Tod von Papst Franziskus bezogen. Wie eng christlicher Glaube, Politik und gesellschaftliches Engagement in Tuntenhausen verbunden sind, zeigte die Tatsache, dass Florian Herrmann und Daniela Ludwig die Lesung lasen und Otto Lederer die Fürbitten.
Das Evangelium, als die Jünger bei verschlossenen Türen aus Furcht vor den Juden Jesu begegneten, erinnere Klingan, so seine Worte, an das jetzt bevorstehende Konklave. Er bezeichnete dabei den Film „Konklave“ von Robert Harris als Beispiel. „Nur hinter verschlossenen Türen haben Entscheidungen aber keine Tragfähigkeit“, meinte der Generalvikar. Man müsse sich zu den Menschen hinwenden. Franziskus habe das eindrucksvoll praktiziert. Als Pilger des Friedens hinterlasse dieser ein bleibendes Vermächtnis. „Die Kirche muss Türen öffnen und zu den Menschen hinausgehen“, forderte Klingan.
Am Ende des Festgottesdienstes dankte Pfarrer Richard Basta dem Kirchenchor unter der Leitung von Hubert Dobl, der Mozarts Missa Brevis in G vortrug und den Gläubigen so eine wunderschöne Messfeier bescherte. Werner Stache