Landrat Otto Lederer kandidiert erneut

von Redaktion

CSU bestätigt Klaus Stöttner im Amt – Kreisverband bereitet sich auf die Kommunalwahl 2026 vor

Bad Aibling – Der CSU-Kreisvorsitzende Klaus Stöttner, MdL a.D., lud zur Vertreterversammlung mit Neuwahlen ins Kurhaus Bad Aibling ein. Er freute sich besonders, mit der parlamentarischen Staatssekretärin im Innenministerium, Daniela Ludwig, „die erste Rosenheimer CSUlerin in Regierungsverantwortung begrüßen zu dürfen“. Stöttner dankte ihr für ihre Hartnäckigkeit, ihren Fleiß und dafür, dass sie sich seit fast zwei Jahrzehnten in Berlin für Rosenheimer Belange einsetzt. Der Bad Aiblinger Bürgermeister Stephan Schlier betonte in seinem Grußwort, dass in den Kommunen die Politik gemacht werde, die die Menschen am meisten betrifft, und zog einen Vergleich mit der Seilschaft beim Klettern: Hier sei das Miteinander genauso wichtig wie in der Politik. Man müsse an einem Strang ziehen: vor Ort, in München, Berlin und Europa.

Daniela Ludwig griff dieses Bild in ihrer Botschaft auf: Die Stärke dieser Seilschaft zeige sich nicht zuletzt im guten Kontakt mit den Ortsverbänden, bei denen sie sich für den vergangenen Bundeswahlkampf von Herzen bedankte. Sie ging in gewohnt klaren Worten auf die aktuelle Berliner Politik und die dort anstehenden Themen ein und betonte die Einigkeit in der aktuellen Regierung, die sich nicht zuletzt daran zeige, dass Projekte schnell umgesetzt werden: „Ned streiten, sondern machen“. Diese Worte bezog sie auf die raschen Umsetzungen bei der Änderung der Migrationspolitik genauso wie auf die anstehenden Gesetzesänderungen, die die Wirtschaft ankurbeln sollen. Abschließend betonte sie die Wichtigkeit des Zusammenhalts in der Politik vor allem auch angesichts der demokratiefeindlichen Kräfte von innen: „Es ist die letzte Chance zu zeigen, dass Demokratie Probleme lösen kann“.

Landrat Otto Lederer begann sein Grußwort mit den Worten: „Wer nackt schwimmt, fällt erst auf, wenn die Ebbe kommt“. Die öffentliche Hand lebe seit Jahren über ihre Verhältnisse, wäre quasi nackt. Da die Ausgaben in den sozialen Bereichen und im Bau immer weiter steigen, die Einnahmen aber immer mehr wegbrechen, komme nun die finanzielle Ebbe zum Vorschein. Hier müsse dringend an verschiedenen Stellen gearbeitet werden: Zum einen müsse auf Bundes- und EU-Ebene Bürokratie abgebaut werden, aber auch die Kommunen müssten sparen: „Sie müssen klug und geschickt agieren, um Gutes für die Menschen vor Ort zu bewirken.“

In seinem Rechenschaftsbericht ging Klaus Stöttner anschließend auf die Aktivitäten der CSU im Landkreis Rosenheim im vergangenen Jahr ein: Stolze 3500 Mitglieder in der CSU und ihren Arbeitsgruppen haben zu verschiedensten Themen Veranstaltungen angeboten, waren im vorpolitischen Raum aktiv und sind inzwischen schon in den Vorbereitungen für die Kommunalwahlen im kommenden Frühjahr. In diesem Zusammenhang freute sich Klaus Stöttner bekannt zu geben, dass die CSU-Kreisvorstandschaft Otto Lederer einstimmig als CSU-Kandidaten für eine zweite Amtszeit als Landrat bei den Wahlen im kommenden Jahr nominiert hat.

Eva Faltner, kommissarische Vorsitzende der Frauenunion im Landkreis Rosenheim, berichtete davon, dass die Ortsverbände neu organisiert wurden und der Schwerpunkt bei einigen kommenden Veranstaltungen darauf liegen werde, Frauen für kommunalpolitische Ämter zu gewinnen: „Ja, wir brauchen sie noch, die Frauen-Union“, betonte sie.

Matthias Eggerl, JU-Kreisvorsitzender, konnte ebenfalls von vielen Veranstaltungen berichten und erwähnte zudem den „Ring politischer Jugend“, der sich im Landkreis Rosenheim zusammengefunden hat: Dort kommen junge politisch Aktive und Interessierte aller demokratischen Parteien zum Austausch zusammen.

Unter der Leitung von Landtagsabgeordneten Daniel Artmann fand die turnusgemäße Neuwahl des CSU-Kreisvorstandes statt. Sie ergab folgendes Ergebnis: Mit 97,7 Prozent der gültigen Stimmen wurde Klaus Stöttner als Vorsitzender bestätigt.

Seine fünf Stellvertreter bleiben wie gehabt Bezirksrat Matthias Eggerl (Rott), Bürgermeister Alois Loferer (Hemhof), Staatssekretärin Daniela Ludwig (Kolbermoor), Evi Faltner (Brannenburg) und Abgeordneter Sebastian Friesinger (Albaching), neue Schriftführerin Annette Resch (Prien), bewährter Schatzmeister Hans Loy (Prutting). Als Digitalbeauftragter wurde Tobias Jonas (Bernau-Hittenkirchen) gewählt. Als neue Geschäftsführerin wurde Julia Doerenbecher aus Frasdorf einstimmig berufen.

Zum Schluss wurde noch auf den Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder am heutigen Samstag ab 19 Uhr in Halfing anlässlich der Festwoche des FC Halfing hingewiesen, bevor sich der neu gewählte Kreisvorsitzende Klaus Stöttner mit den Worten „Wer schnell gehen will, muss alleine gehen. Wer weit gehen will, muss miteinander gehen“.

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