Panzerfaust-Granate kontrolliert gesprengt

von Redaktion

Weltkriegsmunition am Samerberg

Samerberg – Ein lauter Knall hat am Samstagabend zahlreiche Anwohner rund um den Samerberg aufgeschreckt: Experten mussten dort alte Panzerfaustmunition aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert sprengen. Ein Spaziergänger hatte gegen 17.30 Uhr im Ortsteil Moosen einen verdächtigen Gegenstand entdeckt und die Polizeiinspektion Brannenburg informiert.

Fund an abgelegener Stelle des Steinbachs

Wie die Polizei mitteilt, handelte es sich tatsächlich um scharfe Kriegsmunition für eine Panzerfaust. Der Fund lag an einer abgelegenen Stelle im Bereich des Steinbachs. Die Beamten sperrten das Gebiet gemeinsam mit dem Katastrophenschutz des Landratsamtes Rosenheim sowie den Feuerwehren aus Grainbach, Törwang und Roßholzen weiträumig ab. Rund 30 Einsatzkräfte kümmerten sich um die Sperrung der Zufahrtswege und Wanderwege, wie Andreas Huber von der Feuerwehr Roßholzen berichtet.

Detonation war weiträumig zu hören

Eine Gefahr für Menschen habe laut Feuerwehrkommandant zu keinem Zeitpunkt bestanden, da sich im Umkreis keine Häuser befinden. Evakuierungen waren daher nicht nötig, dennoch durchsuchte die Polizei das angrenzende Waldstück, um sicherzugehen, dass sich niemand in der Nähe aufhielt.

Das hinzugezogene Sprengkommando entschied sich, die stark verrostete Munition vor Ort zu sprengen. Der Knall der Sprengung sei laut Polizei in allen umliegenden Gemeinden zu hören gewesen.

Einsatz gegen 22 Uhr sicher beendet

Der Einsatz war gegen 22 Uhr beendet. Funde von alter Panzerfaustmunition aus dem Zweiten Weltkrieg seien laut Sprengkommando in Bayern keine Seltenheit mehr und gehörten inzwischen zur Routine. Wie die Munition an den Fundort gelangte, ist unklar. Es bestehe die Vermutung, dass sie durch starke Regenfälle freigelegt oder an die Stelle gespült wurde.

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