Rosenheim – Nach der geheimnisvollen Welt der Spione im vergangenen Jahr steht diesmal das schönste Gefühl der Welt im Mittelpunkt: die Liebe. „Es geht um das, was uns alle verbindet und jeder Mensch braucht“, erklärte Hofmarschall Mario Schmitt und verkündete dann bildreich, worauf sich die Faschingsfreunde 2026 freuen dürfen: auf ein Meer aus Farben und Konfetti, den Duft von Rosen und Zuckerwatte und viele kleine, herzliche Momente.
„Liebe ist mehr als ein
Gefühl. Es ist die Kraft,
die uns verbindet“
Der Rosenheimer Fasching 2026 soll bunt, emotional und einfach von Herzen sein. „Liebe ist mehr als ein Gefühl, es ist die Kraft, die uns alle verbindet. Liebe ist Zusammenhalt, Gemeinschaft und Lebensfreude“, so Schmitt bei der feierlichen Proklamation im voll besetzten Saal des Gasthof Höhensteiger. Die Rosenheimer Faschingsgilde wählte dieses Motto bewusst, um, so Mario Schmitt, in einer oft hektischen und unsicheren Zeit einen Gegenpol zu schaffen.
Diese Botschaft zu verkörpern ist Aufgabe des neuen Prinzenpaares: Prinz Korbinian I., schwungvoller Regent aus dem Königreich der sprudelnden Heizkreise, und Prinzessin Ursula I., glitzernde Künstlerin aus dem Land der unendlichen Tanzträume. Die 26-jährige Ursula Smit aus Rosenheim ist Tänzerin, Tanzlehrerin und Veranstaltungskauffrau. Ihre Leidenschaft führte sie bis nach Kopenhagen, wo sie sich in Jazz, Modern und Heels ausbilden ließ. Schon als Gardemädchen der Faschingsgilde 2019 und 2020 stand sie im Rampenlicht – und hat sich seither auf den großen Moment der Prinzessinnenrolle vorbereitet.
Korbinian Schmitt, 33, ebenfalls gebürtiger Rosenheimer, arbeitet als Anlagemechaniker für Heizung, Sanitär und Klima – oder, wie er lachend sagt, als „Mann fürs heiße Temperament“. Wenn er nicht an Heizkreisen arbeitet, widmet er sich dem Tanzen – seiner zweiten großen Leidenschaft. Seit 2018 tanzen Ursula und Korbinian zusammen – und das verbindet sie auch außerhalb des Faschings. Privat sind die beiden jedoch kein Paar, sondern verstehen sich als eingespieltes Team mit Vertrauen und Rhythmusgefühl. Der Wunsch, eines Tages als Prinzenpaar den Rosenheimer Fasching zu vertreten, entstand schon vor sieben Jahren.
Bei der Proklamation zeigten beide nicht nur ihre Harmonie, sondern auch ihr tänzerisches Können. Ursula und Korbinian präsentierten eine kleine Kostprobe ihres Tanzes – charmant, professionell und mit spürbarem Herzblut. Schritt für Schritt, Takt für Takt wurde deutlich: Hier stimmt die Chemie. Auch die Garde, angeführt von Gardemajorin Alessa König, präsentierte einen kleinen Ausschnitt ihres neuen Gardemarschs – das Ergebnis monatelangen Trainings. Nach zahlreichen Glückwünschen, Blumen und Geschenken – unter anderem von Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März, dem bisherigen Prinzenpaar Sophia und Andreas Pfliegl sowie dem scheidenden Vorsitzenden des Wirtschaftlichen Verbands Reinhold Frey – ging es für die frisch proklamierten Regenten direkt zu ihren ersten Auftritten in der Rosenheimer Innenstadt.
Richtig Fahrt nimmt der Rosenheimer Fasching dann im Januar 2026 auf: mit dem 20. Rosenball am 10. Januar, gefolgt vom Kinderball (1. Februar), dem Stadt- und Landball (7. Februar) und dem traditionellen Kehrhaus am 17. Februar – wieder im Gasthof Höhensteiger. Insgesamt sind rund 70 Auftritte für das Prinzenpaar und die Garde geplant.
Eines steht schon jetzt fest: Der Fasching 2026 wird kurz, aber umso intensiver. Statt James Bond regiert in Rosenheim diesmal Amor – mit Pfeil, Bogen und jeder Menge Herz.