Mühldorf/‘Altötting/Rosenheim – In den Landkreisen Mühldorf, Altötting und Rosenheim hat die Polizei in den Jahren 2024 und 2025 mehrfach groß angelegte Durchsuchungen durchgeführt. Die Ermittlungen richten sich gegen Personen, die kinderpornografische Inhalte besitzen oder verbreiten. Unterstützt werden die Behörden unter anderem durch Hinweise internationaler Organisationen wie dem US-amerikanischen NCMEC.
In Mühldorf und Altötting gab es 2025 mindestens drei größere Razzien. Bei der letzten Aktion im Dezember wurden 15 Objekte durchsucht, neun Verdächtige zwischen 17 und 67 Jahren standen im Fokus. Auch in den Monaten zuvor griff die Polizei hart durch: Im April 15 Männer im Alter von 14 bis 65 Jahren, im September neun Männer zwischen 16 und 46 Jahren aus Orten wie Burghausen, Altötting, Garching oder Waldkraiburg. Bereits 2024 hatten ähnliche Einsätze stattgefunden. Bei allen Durchsuchungen stellten Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter Computer, Smartphones und Speichermedien. Auch in Stadt und Landkreis Rosenheim gab es im Dezember 2025 eine Großrazzia: 27 Wohnungen und Häuser wurden durchsucht, betroffen waren 25 Männer und zwei Frauen im Alter von 12 bis 72 Jahren. Schon im Februar 2024 hatte die Polizei mehrere Wohnungen in Rosenheim, Wasserburg, Aschau und Feldkirchen-Westerham kontrolliert. Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg im Jahr 2024 deutlich auf 212.
Gerichtsverfahren führten bereits zu Verurteilungen: Ein Mühldorfer wurde wegen Besitzes und Weitergabe von Kinderpornografie verurteilt, ein Familienvater wegen Cybergrooming. In Waldkraiburg standen ein 72-Jähriger und ein 22-Jähriger vor Gericht, in Rosenheim ein 57-Jähriger, bei dem 184 kinderpornografische Dateien gefunden wurden. Die Polizei mahnt: Gerade Handys werden bei Kindern und Jugendlichen oft zum Tatmittel. Eltern sollten ihre Kinder im Blick behalten und bei Auffälligkeiten reagieren. Die Razzien zeigen, dass Behörden grenzüberschreitend zusammenarbeiten, um Kinder zu schützen. Christa Latta