Prien/Chiemgau – Der Chiemsee zieht Jahr für Jahr Badegäste, Segler und Surfer an – doch das beliebte Gewässer kann schnell gefährlich werden. Immer wieder kommt es zu tragischen Unfällen. Bereits 1965 ertrank ein 22-jähriger Segler, 1985 starben ein Segellehrer und drei seiner Schüler, als sie trotz Sturmwarnung hinausfuhren. Im selben Jahr explodierte ein Segelboot, glücklicherweise ohne Verletzte. Auch heute bleibt der Chiemsee nicht ungefährlich. 2024 ertrank ein 84-jähriger Mann, der als erfahrener Schwimmer galt – vermutlich infolge eines Herz-Kreislauf-Problems oder eines Kreislaufschocks. Im August mussten Wassersportler gerettet werden, die ein plötzliches Unwetter unterschätzt hatten: Eine Segeljolle kenterte, zwei SUP-Fahrer trieben hilflos auf dem See. Im Jahr 2025 kam es erneut zu mehreren Vorfällen: Im Mai prallte eine 53-jährige Frau mit ihrem Mietboot an der Fraueninsel gegen ein geparktes Boot. Im Juni wurde bei Seebruck eine leblose Person im Wasser gefunden, im Juli stieß ein Segelschiff an der Fraueninsel gegen einen Holzsteg – der Bootsführer floh, verletzt wurde niemand. Seit August werden zudem ein 85-jähriger Surfer und ein 39-jähriger Bootsfahrer vermisst; eine Suche verlief bislang erfolglos.