Soyen/Bruckmühl – Silvesterböller haben in der Neujahrsnacht nicht nur Menschen in Atem gehalten, sondern auch Tiere in Angst versetzt. Besonders tragisch war ein Vorfall in Hohenburg bei Soyen.
Gegen 9.30 Uhr am Neujahrsmorgen wurde die Feuerwehr Schlicht alarmiert: Eine Anwohnerin hatte ein vermisstes Pferd entdeckt, das über Nacht offenbar in Panik von einer Weide ausgerissen war. Das Tier war über einen Hang hinabgestürzt und zwischen der Rückwand der Scheune, dem Dach und dem steilen Hang in eine Zwangslage geraten.
Die Feuerwehr Pullach (Stadt Kolbermoor), spezialisiert auf Großtierrettung, rückte nach. In Zusammenarbeit mit einer Tierärztin, der Pferdehalterin, Nachbarn und einer örtlichen Firma gelang es den Helfern, das Tier mit einem Spezialgeschirr und einem Kran zu befreien. Das Pferd soll laut Polizei nahezu unverletzt geblieben sein. Neben 31 Einsatzkräften begleiteten die Rettung in Soyen Männer des THW und Bürgermeister Thomas Weber. Einsatzleiter Martin Hundseder lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Auch in Bruckmühl kam es zu einem Tierausbruch. Aus einem Stall in Thalham sollen mehrere Pferde aufgeschreckt worden und in Richtung Irschenberg davon galoppiert sein. Auch sie konnten wieder eingefangen werden – verletzt wurde offenbar niemand.
Weitere Bilder von den Rettungsaktionen finden Sie auf www.ovb-online.de. mz