BRK-Kriseninterventionsteam: 9.600 Stunden im Einsatz

von Redaktion

Helfer blicken auf ein ereignisreiches Einsatzjahr 2025 – 401 Betroffene nach 83 Krisenereignissen betreut

Rosenheim – Der Fachdienstleiter des BRK-Kriseninterventionsdienstes (KID) Kreisverband Rosenheim, Horst Henke, hat vor Kurzem über die Aktivitäten des vergangenen Jahres berichtet. Das Jahr 2025 war erneut ereignisreich. Die von der Stadt und dem Landkreis Rosenheim bestellten Leiter Psychosoziale Notfallversorgung (L-PSNV), die als Abschnittsleiter aller eingesetzten PSNV-Helfer bei großen Schadensereignissen fungieren, verzeichneten im Jahr 2025 neun Alarmierungen, was eine etwas ruhigere Einsatzlage im Vergleich zu den vergangenen Jahren darstellte.

Hilfe bei belastenden
Ereignissen

Die L-PSNV des BRK kam dabei viermal zum Einsatz: bei einem Verkehrsunfall in Attel, einem weiteren in Brannenburg, einem Brand in Griesstätt und einem Reizgasvorfall in einem Rosenheimer Supermarkt. Den Dienst in der Stadt und dem Landkreis Rosenheim teilte sich das BRK mit der Notfallseelsorge und den Johannitern aus Wasserburg.

In der Öffentlichkeit wurde das BRK-Kriseninterventionsteam unter anderem nach einem Tötungsdelikt in Rosenheim am 24. Dezember 2024, als eine Mutter zwei ihrer Kinder tötete, bei einer Reanimation auf einer Hochzeit, bei einem Schienenunfall im Bahnhof, jeweils in Rosenheim, bei einem tödlichen Unfall in Happing, bei einem Brand in Neubeuern, beim Unwettereinsatz auf dem Echelon in Bad Aibling und einem Badeunfall in Großkarolinenfeld wahrgenommen.

Insgesamt wurden mehr als 401 Betroffene, Zeugen, Ersthelfer, Angehörige und Hinterbliebene nach 83 belastenden Ereignissen wie Tod im häuslichen Bereich, Reanimation, Brand, Unfällen oder Suizid betreut.

Ebenso wurden 34 Einsatzkräfte, vom einfachen Helfer verschiedener Hilfsorganisationen bis zum Notarzt sowie Pflegekräfte, nach zehn belastenden Ereignissen in elf Sitzungen von den Einsatznachsorgeteams betreut. Für diese Betreuungen wurden insgesamt 472 Einsatzstunden geleistet.

Die zwei Ausbilder des BRK konnten im vergangenen Jahr 129 Personen in der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) aus- und weiterbilden.

Aus- und Fortbildung
bei Lehrgängen

Im Jahr 2025 leisteten die 27 Helfer in Stadt und Landkreis Rosenheim über 9.600 Stunden, hauptsächlich im Bereitschaftsdienst. Davon entfielen 889 Stunden auf Aus- und Fortbildung. Hier fand beispielsweise in Feldkirchen-Westerham von Juli bis Oktober der zweite Fachlehrgang mit 108 Ausbildungsstunden für Oberbayern statt, bei dem 16 Teilnehmer erfolgreich die Prüfung ablegten. Für langjährige Mitgliedschaft wurden Steffi Schön und Benedikt Mittermüller für fünf Jahre sowie Renate Glaser für zehn Jahre geehrt.

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