Frasdorf – Die Aufstellungsversammlung der Bayernpartei für die Landratswahl 2026 fand im Gasthof Hochries in Frasdorf statt. Der Kreisvorsitzende und Kreisrat Helmut Freund begrüßte hierzu zahlreiche Mitglieder aus dem gesamten Kreisverband. Als Wahlleiter fungierte der Bad Aiblinger BP-Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Florian Weber.
Helmut Freund wurde von den Mitgliedern einstimmig zum Landratskandidaten der Bayernpartei für den Landkreis Rosenheim gewählt. In seiner anschließenden Rede bedankte sich Freund herzlich für das große Vertrauen und stellte die zentralen Schwerpunkte seiner Kandidatur vor.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf einer grundlegenden Reform der kommunalen Finanzstrukturen. Landkreise, Städte und Gemeinden müssen immer mehr Pflichtaufgaben erfüllen, ohne dass diese dauerhaft und verlässlich von Bund und Freistaat finanziert werden. Als Landrat sehe er seine Aufgabe nicht nur darin, diese Entwicklung zu verwalten, sondern die Interessen des Landkreises Rosenheim geschlossen und mit Nachdruck auf Landes- und Bundesebene zu vertreten. Ziel sei es, das Konnexitätsprinzip wieder konsequent durchzusetzen und den Kommunen Planungssicherheit sowie Handlungsspielräume zurückzugeben.
Darüber hinaus betonte Freund die Bedeutung von Bildungschancen für alle Generationen. Der Landkreis Rosenheim solle sich als moderne Bildungsregion verstehen.
Ein persönliches Kernanliegen ist dem Landratskandidaten das Ehrenamt. Als langjährig engagierter Ehrenamtler, beispielsweise als Trachtenvorstand, weiß er aus eigener Erfahrung, wie viel Verantwortung und Zeit Ehrenamtliche in Feuerwehr, Rettungsdiensten, Vereinen und sozialen Organisationen übernehmen. Dieses Engagement muss nicht nur wertgeschätzt, sondern auch konkret unterstützt werden – insbesondere durch den Abbau unnötiger bürokratischer Hürden. Auch das Thema Soziales, Wohnen und Bauen spielte eine zentrale Rolle in seiner Rede.
Beim Thema Unterbringung schutzbedürftiger Menschen betonte Freund, dass humanitäre Verantwortung und Bürgerbeteiligung zusammengehören. Entscheidungen dürfen nicht über die Köpfe der Gemeinden und der betroffenen Bevölkerung hinweg getroffen werden. Transparente Information und frühzeitige Einbindung vor Ort sind Voraussetzung für Akzeptanz und tragfähige Lösungen.
In seinem Plädoyer verwies Freund zudem darauf, dass die Politik der Bayernpartei wirke. Als Kreisrat hat er die Bürgerinitiative in Frasdorf fachlich und inhaltlich unterstützt, insbesondere durch seine Initiative bei der Anwendung von Paragraf 45 der Straßenverkehrsordnung. In der Folge ist es gelungen, das Thema Ausweichverkehr auf Bundesebene im Bundesverkehrsministerium klar zu adressieren. Auf dieser Grundlage wurden rechtliche Klarstellungen erreicht, die es ermöglichen, bei Stau auf der Autobahn Durchfahrtsverbote für den Ausweichverkehr an Wochenenden und Feiertagen – konkret von Freitag bis Sonntag sowie an gesetzlichen Feiertagen – für die anliegenden Gemeinden anzuordnen.
Zum Abschluss seiner Rede formulierte Freund sein Ziel klar und prägnant: „Die Heimat erhalten – den Landkreis Rosenheim gestalten!“